Thees Uhlmann in Bremen – mit Gitarre und Klammer
Der Hemmorer Singer-Songwriter begeistert in der Glocke vor ausverkauftem Haus!

Bremen. Wenn Thees Uhlmann auf die Bühne tritt, breitet sich sofort diese ganz besondere Stimmung aus, die nur wenigen deutschen Künstlern gelingt: eine Mischung aus lakonischem Humor, großem Erzähltalent und einer merklichen Portion Rock’n’Roll. Am Mittwochabend machte er Halt in der Glocke in Bremen – ein Konzert, das zugleich groß und intim wirkte und für viele im Publikum einer dieser besonderen Abende wurde.
Von Beginn an nahm er seine Zuschauer mit auf eine Reise durch sein Solo-Schaffen. Gleich am Anfang erklang „Danke für die Angst“, Uhlmanns musikalische Würdigung an den King Of Horror – Stephen King. Mit donnerndem Applaus wurde er empfangen, die ersten Zeilen sangen viele Zuschauer sofort mit und es war von Anfang an klar: Dieser Abend würde ein gemeinsames Erlebnis werden.
Bekannt geworden als Gründer und Frontmann von Tomte, hat Uhlmann eine beachtliche Solo-Karriere vorzuweisen: Seit seinem Debütalbum Anfang der 2010er-Jahre hat er sich mit Liedern über Freundschaft, Liebe, politische Gegenwart und popkulturelle Helden einen festen Platz in der deutschen Musiklandschaft erspielt. Auch als Buchautor machte er zuletzt von sich reden, doch live bleibt er vor allem eines: ein leidenschaftlicher Musiker, der Geschichten singt, als erzähle er sie nur dir persönlich.
In Bremen zeigte er sich wortreich, ehrlich und nahbar. Zwischen den Songs nahm er sich Zeit für Anekdoten, spontane Witze und kleine Alltagsphilosophien, die das Publikum immer wieder zum Lachen brachten. Musikalisch reichte der Abend von den hymnischen Stücken seines Solowerks bis zu ruhigeren, fast zerbrechlichen Momenten. Thees spielte souverän und druckvoll auf Gitarre und Mundharmonika – „die Klammer“, wie er sie nannte, aber immer im Dienste der Texte, die im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.
Die Glocke erwies sich dabei als idealer Rahmen: Akustisch brillant, zugleich aber familiär und nah. Spätestens bei den großen Refrains sang der ganze Saal, und es war dieser Chorgesang der Fans, der das Konzert zu einem kollektiven Erlebnis machte. Dass Uhlmann dabei immer wieder mit einem offenen Lächeln in den Saal blickte, ließ erahnen, dass diese Momente auch für ihn etwas Besonderes sind. Nach gut zwei Stunden verabschiedete Thees sich unter großem Applaus.
Ein Abend, der zeigte, warum er für so viele zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Popkultur zählt: Er schafft es, gleichzeitig Halt zu geben und Fragen offen zu lassen, voller Energie und mit einem großen Herzen. Ein Konzert, das noch lange nachhallen wird – nicht nur in Bremen.
Seht euch hier unsere Konzertfotos an:
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