Meilentaucher veröffentlichen Debütalbum „Zeitlos“

Die Band verbindet eingängige Melodien und energiegeladenen Pop-Rock und bringt diesen Freitag ihr erstes Album heraus.

Foto: Victoria Buschmann

Hoya. Meilentaucher aus Hoya blicken trotz ihres jungen Alters bereits auf eine lange Bandgeschichte zurück. 2007, im gleichen Jahr als das erste iPhone auf den Markt kam, haben sie sich erstmals getroffen und gemeinsam musiziert. Aus der Schülerband wurde eine ambitionierte Pop-Rock-Band, die nach einer EP diesen Freitag ihr Debütalbum „Zeitlos“ veröffentlicht.

Musik ist eine Reflexion der Zeit, in der sie entsteht – für Meilentaucher ist sie auch ein Spiegelbild der Emotionen. Sie sind massentauglich, verlieren aber nicht an Individualität. Ihre deutschsprachigen Songs verkörpern die Perspektive der eigenen Generation, ihr erfrischend optimistischer Sound verbindet eingängige Melodien und energiegeladenen Pop-Rock mit ausgiebiger Spielfreude und ist absolut tanzbar – jung, kreativ und authentisch.

Hendrik Schumacher (Vocals, Guitars), Julian Marz (Drums, Vocals), Sebastian Mayer (Guitars, Vocals) und Jannis Klettke (Bass) sammelten gemeinsam wertvolle Erfahrungen und gewannen auf ihrem bisherigen Weg viele Fans auch weitab ihrer Heimatstadt Hoya in Niedersachsen.

Nach nationalen Erfolgen im SchoolJam- Musikwettbewerb erschien 2017 ihre erste EP „W.I.R”. Es folgten Support-Konzerte für deutschlandweit bekannte Größen, darunter „The Voice”-Juror Henning Wehland. Die Nachwuchsmusiker überraschten mit einem inklusiven musikpädagogischen Projekt zum Song „Wir alle sind Künstler” in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe sowie einem Fernsehauftritt im Rahmen des „Welcome to Europe” im Europa-Park Rust.

Auf dem Debütalbum „Zeitlos“ sind insgesamt elf Songs zu finden – neben der bereits veröffentlichten, titelgebenden Single ist auch die zweite Auskopplung „Ghostwriter“ mit Musikvideo bereits vorab erschienen.

„Zeitlos“ erscheint am 6. November und kann im Online-Shop der Band vorbestellt werden.

Vor ihrem Release haben wir Meilentaucher ein paar Fragen gestellt:

Am 6. November erscheint euer Debütalbum „Zeitlos“. Beschreibt mal eure Gefühle so kurz vor dem Release.

Große Freude, aber natürlich auch ein bisschen Aufregung. Ein Album ist für eine Band immer ein ganz besonderes Ereignis, auf das zum einen eine lange Zeit hingearbeitet wird und zum anderen auch viele persönliche Erlebnisse damit in Verbindung stehen. Deshalb ist der Schritt, es dann letzten Endes zu finalisieren und zu veröffentlichen, immer aufregend. Die Freude überwiegt natürlich, denn wir sind stolz auf das Ergebnis und möchten es den Leuten unbedingt zeigen.

Wann habt ihr mit der Arbeit an eurem Album begonnen?

Ursprünglich wollten wir mit ein paar Songs auf dem Album eine EP veröffentlichen. Hierzu hat die Arbeit schon vor mindestens zwei Jahren begonnen und dementsprechend sind auch ein paar Songs auf dem Album zu finden, die wir schon häufiger live präsentiert haben.  Wir haben dann aber alle schnell gemerkt, dass da noch Raum für mehr war und wir somit nach den Planungen einer EP auf ein Album zugesteuert haben. Auf dem Album sind also viele Bausteine und Erlebnisse aus 2-3 Jahren Bandgeschichte, die wir mit „Zeitlos“ zusammenfügen.

Welche Themen sprecht ihr in euren Songtexten an?

Die Themen, die auf unserem Album angesprochen werden, sind durchaus vielfältig. Da wären einerseits einige Texte, die einfach aus einer guten Stimmung und schönen Erlebnissen heraus entstanden sind. Sie vermitteln einfach eine totale Lebensfreude und ein Gefühl von Zuversicht. Andere Texte sind an dieser Stelle nachdenklicher und beschäftigen sich mit ernsteren Themen. „Alles wie immer“ nähert sich zum Beispiel dem oft tabuisierten Thema des Sterbens aus einer recht ungewöhnlichen Perspektive. Zuletzt befinden sich auf dem Album verhältnismäßig viele Lieder, die sich um ein „Wir“-Schema drehen. Dabei ist das betonte „Wir“ aber immer wieder fließend und entzieht sich einer klaren Zuordnung. „Stein im Mosaik“ ist ein sehr gutes Beispiel dafür: Das „Wir“, das sich irgendwo zwischen Sein und Werden bewegt, begibt sich hier immer wieder auf die Suche nach sich selbst. Dabei stößt es auf die Erkenntnis, dass die Suche selbst womöglich die aufschlussreichsten Antworten zu bieten hat. Dahinter steckt ein großer Wunsch nach Veränderung, der sich zum Beispiel auch in „Liebe und Hass“ wiederfindet.

Welche Hürden haben euch auf dem Weg zum fertigen Album besonders überrascht?

Ein paar Hürden gibt es wahrscheinlich immer bei solchen großen Projekten. Es läuft leider nicht immer alles glatt und manchmal hat man vielleicht kurze kreative Durststrecken, die einen bremsen. Als Team haben wir vier es bis jetzt zum Glück immer geschafft, Probleme schnell zu lösen oder auch wichtige Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Außerdem haben wir super Menschen um  uns herum, die uns auf dem Weg zum Album immer unterstützt haben, so hielten sich die Hürden insgesamt zum Glück in Grenzen. Corona und die damit verbundenen finanziellen Einschränkungen treffen uns als Band leider schon auch, was so kurz vor einer Album-Veröffentlichung mit nur wenigen Live-Auftritten natürlich nicht ganz leicht ist.

Gibt es einen Song mit einer speziellen oder besonders spannenden Entstehungsgeschichte?

Textlich wäre da „In diesem Augenblick“. Früher bestand unsere tägliche Ferienbeschäftigung darin, Zeit auf dem Supermarktparkplatz unserer Wahl zu verbringen, Skateboard zu fahren und auf blöde Ideen zu kommen. Die Erinnerung daran zaubert uns noch heute ein Lächeln ins Gesicht und wird in „In diesem Augenblick“ aufgegriffen. Zugegeben, vielleicht ist das für Außenstehende gar nicht so super spannend. Für uns persönlich aber eine sehr schöne Entstehungsgeschichte und darum musste der Song auch unbedingt mit auf das Album! Instrumentell sind die Songs tatsächlich ganz verschieden entstanden. Von ein paar Akkorden auf einer Akustikgitarre über ein bisschen Klimpern auf dem Klavier bis hin zu einer Produktion am PC ist bei uns alles dabei. Manche Melodie-Ideen werden tatsächlich nicht selten erstmal summend als Sprachaufnahme auf dem Handy festgehalten und erst danach auf einem Instrument „übersetzt”. Da haben wir ganz verschiedene Wege.

Inwiefern hat Corona euer Songwriting und den Entstehungsprozess beeinflusst?

Wie schon angedeutet, macht sich Corona bei uns überwiegend durch fehlende Live-Auftritte und natürlich auch weniger Einnahmen bemerkbar. Eine Album-Produktion ist leider nicht sehr günstig, weshalb wir besonders genau planen bzw. kalkulieren mussten, um das Album jetzt überhaupt so realisieren zu können. Das Songwriting war tatsächlich gar nicht stark von der Corona-Krise geprägt. Wir haben durch fehlende Gigs aber schon mehr Zeit dafür nutzen können, das Album im Studio fertigzustellen und noch ein paar kreative Ideen mehreinfließen zu lassen.

Welches sind eure Lieblingssongs auf „Zeitlos“ und warum?

So einen klassischen Lieblingssong haben wir tatsächlich nicht. Die Lieder sind für uns alle auf ihre Art wichtig. Wir haben sie bewusst anderen Liedern vorgezogen und somit wirklich nur die Songs auf dem Album, die für uns zum jetzigen Zeitpunkt am besten in den roten Faden der Platte passen.

 


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