Fair-Weather-Fest Bandvorstellung: The Deadnotes
In unregelmäßigen Abständen stellen wir an dieser Stelle die Bands des Fair-Weather-Fests vor. Heute: The Deadnotes

Über das Fair-Weather-Fest haben wir bereits an dieser Stelle berichtet. Das Festival bietet Musik aus den Bereichen Punk, Hardcore und Emo und will das Viertel nächstes Jahr beleben und bereichern. Heute stellen wir die Band The Deadnotes vor, die eine Bühne des Festivals bespielen wird – und zuvor ein Album bei Grand Hotel van Cleef veröffentlicht.
Wann kommt euer Album und seid ihr schon aufgeregt?
Das neue Album „Rock ‘n’ Roll Saviour“ erscheint am 21.02.2025 auf Grand Hotel van Cleef. Aufregung ist bei mir chronisch, aber ich bin frei und komplett losgelöst von falschen Erwartungen, da sich der Punkt, auf den die Band die letzten Jahre hingearbeitet hat und an dem die Band sich nun im Moment befindet, auf allen Ebenen groß anfühlt.
Just ist eine weitere Vorabsingle erschienen. Worum geht es?
Ich habe in den letzten Jahr gemeinsam mit Jakob und im erweiterten Bandumfeld, meinem unmittelbaren Umfeld, aber auch insbesondere für mich selbst eine Menge aufarbeiten müssen, und in diesem Prozess eine Menge gelernt. Ich bin definitiv keine Person für Kompromisse. Das zu akzeptieren und damit seinen Umgang zu finden ist nicht immer leicht. Nicht leicht für mein Umfeld, aber auch vor allem nicht für mich.
In „Show Me What Love Is“ stelle ich die Frage wie es möglich ist, im 21. Jahrhundert bzw. unserer aktuellen Zeit ultimative und uneingeschränkte Romantik zu finden, während einem TikTok/Reel/Memes und Co. uneingeschränkt unbegrenzte Möglichkeiten vor Augen halten und unlimitiert Input geben – sich somit also nie etwas genug anfühlen kann, geschweige denn man selbst.
Dann erzählt mir mal, was Liebe ist!
Ich wünschte ich hätte oder es gäbe eine einfache Antwort, aber genau darauf will ich im Song hinaus. Lass‘ es uns herausfinden.
Ihr seid sicherlich die poppigste Band auf dem Fair Weather Festival. Wie geht es euch damit?
Ich mache mir da zugegebenermaßen sehr wenig Gedanken darüber, auch da ich die Definition von „poppig“ per se als überholt empfinde. Ich habe mich in den letzten Jahren aus vielem ausgeklinkt und wenig musikalisch von außen verfolgt. Das hat mir sehr gut getan und war zwingend nötig.
Werdet ihr euch andere Bands anschauen? Kennt und mögt ihr schon Acts vom Line-Up?
Nachdem ich die letzten Jahre vorrangig in meinem eigenen musikalischen Film gelebt habe, fühlt es sich gerade jetzt gut und richtig an, sich wieder mehr nach links und rechts umzusehen. Sich wieder mehr zu öffnen. Konzerte zu sehen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen. Neben einer Vielzahl an befreundeten Künster*Innen freue ich mich vor allem auf Rauchen und Emperor X, die ich inhaltlich und musikalisch als sehr inspirierend wahrnehme.
Ihr habt ja schon ein paar Mal in Bremen gespielt, zuletzt im Oktober. Erzählt doch mal ein Bremen-Erlebnis, egal ob lustig oder traurig oder abenteuerlich.
Da Yannic, alter Drummer und Gründungsmitglied der Band, schon viele Jahre in Bremen wohnhaft ist und wir die Band damals für eine gewisse Zeit zwischen Bremen, Köln und Freiburg betrieben haben, gibt es da eine Menge. Ich werde die Songwriting-Sessions zu unserem Album „Courage“ in einem alten Industriegebäude, dessen 2. Stockwerk nur mit Lastenaufzug erreichbar war, definitiv nie vergessen. Der ganze Raum stand voll mit Drum-Racks diverser Metal-Bands und es kam häufig vor, dass sich Metalheads mit Dosenbier im selben Raum betrunken haben, während wir geprobt haben. Alle paar Minuten kam dann ein deplatzierter Kommentar zu unseren Songs irgendwo aus der Ecke.
Zum Schluss noch etwas Werbung: Wie viel Bock habt ihr auf das Fair-Weather-Fest?
In diesem Jahr geht es für mich vor allem darum, unterwegs zu sein und neue Musik live zu spielen. Das zu leben, was das Album thematisiert. Es ist höchste Zeit und ich freue mich, dass Bremen ein Teil davon ist.
The Deadnotes spielen auf dem Fair-Weather-Fest am 6. & 7. Juni in Bremen in diversen Venues. Tickets gibt es im VVK bei Titus und Black Plastic im Viertel.
Hier das Video zu „Show Me What Love Is“:
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