Exhorder + Nervosa – Jung schlägt alt?

Letzten Dienstag luden die Thrasher von Exhorder zum Tanz in den Tower. Mit am Start waren die Damen von Nervosa.

Nervosa.

Bremen. Pünktlich um 20.15h haben Nervosa losgelegt. Dicht gedrängt standen die Besucher im gut gefüllten Tower vor der Bühne, um das Spektakel der vier Brasilianerinnen zu bestaunen. Bei gutem Sound wurde mit dem Doppelpack „Seed of Death“ und „Behind the Wall“ vom aktuellen Album „Jailbreak“ in den Abend gestartet. Kraftvoll thrashten sich die Damen weiter voran. Geboten wurde ein Ritt durch die Hits der gesamten Diskographie mit einem Fokus auf aktuellem Material. Gut möglich, dass auch der Split der Band vor ein paar Jahren und das daraus folgende Besetzungskarussell für diesen Fakt sorgte – oder die vier wollen ihr aktuelles Album stark pushen. Das hat der Qualität aber keinerlei Abbruch getan, wie auch schon HIER in meinem letzten Jahresrückblick zu lesen war.

Die Leute drängten sich immer weiter Richtung Bühnenrand und wurden mit dem Titelsong „Jailbreak“ belohnt. Ohne Gnade ging es in den Endspurt, welcher mit dem Song „Endless Ambition“ zu Ende ging. Leider gab es trotz zahlreicher Rufe keine Zugabe und somit war die Show nach 45 Minuten zu Ende. Trotz der relativ kurzen Spielzeit kann man von einer gelungenen Show sprechen, da man rundum in zufriedene Gesichter blickte, als die Leute während des Umbaus aus dem doch recht warmen Tower nach draußen strömten.

Nach knapp 30 Minuten Pause ging es dann wieder in die Venue. Und eines fiel gleich auf… es war merklich geräumiger als zuvor, was mich verwunderte, da der Altersschnitt der Anwesenden doch eher auf Exhorder-Fans schließen ließ, als dass eine jüngere brasilianische Band im Fokus steht. So falsch kann man liegen. Dieses machte aber keinen Unterschied, denn Exhorder legten mit sehr druckvollem Sound sofort mit „My Time“ los. Gnadenlos drückten die Amerikaner weiter ihren Stiefel durch, mit Brechern wie „Legions of Death“ und „Divide and Conquer“.

Wem bis dato Exhorder unbekannt gewesen sein sollte merkte schnell, dass die Truppe unabstreitbar als Inspiration für Pantera ab der „Cowboys from Hell“-Ära fungierte. Die Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen. Nachdem mit „Year of the Goat“ dann auch schon der letzte Song angekündigt wurde, ging es nochmal gut nach vorne, sodass die Band nach Rufen nach einer Zugabe, nochmal zwei weitere Songs zum Besten gab. Damit war die Show nach knappen 50 Minuten vorbei und man konnte sich zufrieden auf den Heimweg machen.

 


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