Hiraes – Exklusives One-off

Die Speerspitze des deutschen Melodic- Death Hiraes gab sich im Musikzentrum in Hannover die Ehre eine exklusive Show auf die Beine zu stellen. Als Unterstützung hatten sie den modernen Metalcore von Void dabei.

Hannover. Den Startschuss gaben an diesem Abend, durch technische Probleme leicht verzögert, die Hannoveraner Void. Sofort konnten die vier Herren mit ihrer modernen Interpretation des Metalcore bei mir punkten. Auch wenn das eher im traditionellen Deathmetal beheimate Publikum ein paar Minuten brauchte, um den stark an Architects und Bring me the Horizon angelehnten Sound, zu verdauen. Davon wenig beeindruckt traten die Vier ordentlich rein und konnten mit jeder verstrichenen Minute auf ein sich mehr und mehr bewegendes Publikum blicken. Einen Moshpit und eine Wall of Death später war für die Hannoveraner nach 30 Minuten auch schon Schluss und es ging in die Umbaupause.

Nach dem schnellen Change-Over ging es auch schon an den Headliner. Hiraes starteten gleich mit dem Kracher „Through the Storm“ in den Abend. Ab der ersten Sekunde war das Publikum auf Betriebstemperatur und verbreitete sofort gute Laune. Energiegeladen und sichtlich von Spielfreude geprägt fegten die vier Herren um Frontfrau Britta über die Bühne. Jedes Riff und Lead der Osnabrücker Melodeather saß auf dem Punkt, sodass auch die größten des Genres neidisch hätten werden können. Aber kein Wunder, denn hier standen ausschließlich ehemalige Mitglieder von „Dawn of Disease“, gepaart mit der wohl besten Metal-Sängerin Deutschlands auf der Bühne. Zum Song „We owe no one“ wurde zusätzlich der Zuschauerraum durch die Band in beschlag genommen. Schnell formte sich ein kleiner Circlepit um die Musiker, während der Song ohne wenn und aber durchgezogen wurde. Nachdem die Arbeiten am neuen, dritten Album verkündet wurden, drehten die Zuschauer noch ein Stückchen weiter auf und Kracher wie „Dormant“ und „Solitary“ wurden unfassbar abgefeiert.

Nach knappen 60 Minuten wurde das obligatorische Ende der Show verkündet. Nach zahlreichen Rufen nach einer Zugabe gab es nun etwas besonderes geliefert. Ein zwölfköpfiger Chor stimmte ein kleines Medley an, bis anschließend fließend in die Melodie von „Under Fire“ übergeleitet und zusammen performed wurde. Das tragende „Undercurrend“ bildete schlussendlich das Finale, unter welchem die Band anschließend unter tosenden Applaus die Bühne verließen. 


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