Akustikset, Abriss und Aftershow – LEAP in der Lila Eule in Bremen

Ein intime Album-Bundle-Nacht mit Akustik-Set gab es am Donnerstag in der Lila Eule.

LEAP in der Lila Eule (Foto: Malte Löhmann)

Bremen. Für ihren Auftritt am Donnerstag in der Lila Eule hatten LEAP sich ein besonderes Format ausgedacht: Statt eines klassischen Clubgigs gab es eine exklusive Album-Bundle-Show, für die man sich im Vorfeld ein Ticket in Kombination mit der neuen Platte „Entropy“ sichern musste. Der kleine Kellerclub im Viertel war gut gefüllt, ohne überfüllt zu wirken – nah genug, um der Band sprichwörtlich auf die Finger schauen zu können! Und genau der richtige Rahmen für einen Abend, der zwischen Wohnzimmerkonzert und großer Albumpräsentation pendelte.

Zu Beginn setzten LEAP auf Reduktion: Die ersten Songs präsentierte die Londoner Indie-Rock-Band in einem kleinen Akustik-Set, das den Fokus klar auf Stimme, Songwriting und die neuen Stücke legte. Zwischen den Songs öffnete sich die Gruppe bewusst dem Publikum – Fragen der Fans waren ausdrücklich erwünscht! Und so entspann sich ein lockerer Dialog über Tourleben, das frisch veröffentlichte Debütalbum (VÖ: 03.10.2025) und die vergangenen Jahre, in denen LEAP sich Schritt für Schritt eine Fanbase quer durch Europa erspielt haben.

Besonders charmant: Die Band hatte zusätzlich einen eigenen kleinen Fragenkatalog vorbereitet, der sich auf der Bühne gegenseitig gestellt wurde. Dinge wie ihren aktuellen Lieblingssong, prägenden Lieblingsfilm oder den peinlichsten Moment auf Tour. Diese persönlichen Einblicke lockerten das Set auf und gaben dem Publikum das Gefühl, LEAP nicht nur als Musiker, sondern auch als Menschen besser kennenzulernen. Dadurch wirkte der erste Teil des Abends eher wie ein moderiertes Listening mit Live-Elementen als wie ein klassisches Konzert – nah, persönlich und mit vielen Momenten, in denen das Publikum die vier Musiker von einer ungefilterten Seite kennenlernen konnte.

Nach einer kurzen Pause wechselte der Modus: LEAP kehrten mit elektrischen Gitarren zurück und spielten ihr neues Album „Entropy“. Wo die Songs im ersten Set noch reduziert und zerbrechlich wirkten, entfalteten sie nun ihren gesamten Druck: treibende Drums, dynamische Gitarren und ein Frontmann, der zwischen melancholischen Zeilen und mitreißenden Refrains mühelos hin- und herschaltete. Die Lila Eule verwandelte sich in einen dichten, schwitzigen Club, in dem sich tanzende Fans und aufmerksam lauschende Zuhörerinnen und Zuhörer die Waage hielten.

Zum Schluss blieb der Abend konsequent persönlich: Statt einfach von der Bühne zu verschwinden, nahm sich die Band bei einem anschließenden Meet & Greet ausführlich Zeit für Fotos, kurze Gespräche und Signaturen. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre frisch erworbene Vinyl-Ausgabe des Albums signieren zu lassen – ein stimmiger Ausklang für eine Show, die bewusst klein gedacht war und gerade dadurch die Stärken von LEAP als Liveband und Gastgeber einer sehr direkten, nahbaren Albumpräsentation unterstrich.

Seht euch hier unsere Konzertfotos an:

 


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