Das Ende für die Schnoor-Destille

Nach 50 Jahren ist Schluss: Die Bremer Kneipe Schnoor-Destille macht die Türen dicht

Die Schnoor-Destille. Foto: Schnoor Destille
Die Schnoor-Destille. Foto: Schnoor-Destille

Bremen. Ein letzter Drink. Ein letztes Bier. Am, Samstag, 23. August, öffnet die Bremer Traditionskneipe Schnoor-Destille ein letztes Mal. Die Betreiber der Kneipe werden das Gebäude an der Tiefer in der Bremer Innenstadt räumen. Nach 50 Jahren soll und muss Schluss sein.

„Danke für eure wahnsinnige Unterstützung in den vergangenen fünf Jahren und besonders in den letzten, emotionalen Monaten. Kommt uns diese Woche unbedingt nochmal besuchen und lasst uns zusammen anstoßen“, schreiben die Betreiber auf ihrer Instagram-Seite. Und weiter: „Wir gehen mit euch nochmal dorthin, wo alles am schönsten ist: mitten ins Herz der Schnoor Destille“.

Der Hintergrund: Den Betreibern der Destille ist der Mietvertrag gekündigt worden. Mit-Betreiber Rainer Schnepf, der mit seinem Partner Arne Lauterbach seit gut fünf Jahren die Destille führt, erklärte, dass der Eigentümer des Gebäudes, eine Pensionsgesellschaft aus der Schweiz, die Immobilie neu vermieten will, also andere Pläne hat. Die Gesellschaft will das Hauptgebäude demnach neu vermieten. Um die Pläne umzusetzen, soll die Destille abgerissen werden. Dem Eigentümer soll bereits eine Baugenehmigung vorliegen, um das Hauptgebäude als Studentenwohnheim zu nutzen. Aber auch der Plan, an der Stelle ein Polizeirevier einzurichten, ist noch nicht von Tisch.

Aber: Die Diskussion ist noch nicht vorbei: Am Freitag, 29. August, will der Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft in seiner Sitzung noch über das Thema sprechen.

 


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