Megaloh mit neuem Album im Schlachthof
Der Berliner Rapper veröffentlicht am 10. Oktober sein fünftes Studioalbum „Schwarzer Lotus“ und tritt damit am 27. März in Bremen auf.

Bremen. Megaloh, der Moabiter mit nigerianisch-deutsch-niederländischen Wurzeln, hat die deutsche Szene in regelmäßigen Abständen auf’s nächste Level gehoben und im selben Atemzug schonungslos gedemütigt. Seine Zerwürfnisse mit der Schlangengrube Musikbusiness hat er zu jeder Zeit transparent kommuniziert – weil er haltungsstark, unablässig sinnsuchend und zu ehrlich ist, um ein tauglicher Popstar zu sein. Gleichzeitig hat er Rap seit Jahr und Tag als Kampfsport, Challenge, Kultur und – ganz nebenbei – als sein Leben begriffen.
Megaloh, das ist eine bewegte Biografie zwischen rotem Teppich und Lagerjob, das ist eine pralle Feature-Liste, die Namen von Schmyt bis Celo&Abdi, Joy Denalane bis Gringo, Samy Deluxe bis Majan und Luvre47 bis Trettmann oder Gentleman bündelt. „Schwarzer Lotus“ ist Megalohs fünftes Studioalbum – und das erste in seiner Karriere, das auf seinem eigenen Label Chinonso Records erscheint. Es bedeutet ihm die Welt – weil es ein Denkmal seiner Unabhängigkeit, und zugleich das Ergebnis einer zähen, aufreibenden Findungsphase ist.
„Schwarzer Lotus“ ist eine Sammlung zutiefst persönlicher Erkenntnisse aus einer surreal ereignisreichen Karriere und 44 Jahren Lebenserfahrung. Megaloh hält fest, dass die Wahrheit oft unter Worten begraben liegt, dass manche Menschen ein Segen und andere eine Lektion sind, dass sich Geduld auszahlt, dass der Weg aus der Angst nur durch die Angst hindurch führen kann, dass ein Haus mit Garten erstrebenswerter ist als ein Hals mit Ketten. Wer „Schwarzer Lotus“ aufmerksam hört, spürt, dass es nicht zuletzt ein Album-gewordenes Versprechen ist. Ein Versprechen, unabhängig vom Erfolg integer zu bleiben. Ein Versprechen, niemals wieder zu resignieren. Ein Versprechen, dass der Tanz nicht enden wird – und, dass auf jedes Scheitern ein Weitermachen und Besserwerden folgt.
Megaloh hat dieses Versprechen im Laufe seiner Karriere immer wieder eingelöst. Sie hat ihm vom Moabiter Untergrund-Talent zum gestandenen Live-MC, vom gestandenen Live-MC zum Lieblingsrapper deiner Lieblingsrapper, zum Szene-Schwergewicht, zum Familienversorger, zum autarken Rundumkünstler werden lassen. Megaloh ist ein Künstler, der nie aufgehört hat zu wachsen, sich zu verbessern, sich – nicht zuletzt in der Rolle des Producers – neu zu erfinden, sich freizuschwimmen und immer weiter von der Industrie zu emanzipieren. Der beste Beweis? Sein neuestes Werk „Schwarzer Lotus“ – ein bemerkenswert stures, durchweg herausforderndes, die aktuellen Trends des Musikmarktes bewusst missachtendes Konzeptalbum. Wer es verstehen möchte, muss sich Zeit nehmen – und „Schwarzer Lotus“ als in sich geschlossenes Kunstwerk verstehen, das sich weder den Singlecharts noch den Pop-Rap-Playlisten anbiedert. „Schwarzer Lotus“ erscheint am 10. Oktober via Chinonso Records. Die erste Single „Der Orden“ gibt es samt Musikvideo bereits zu hören.
Am Freitag, den 27. März tritt Megaloh in Bremen im Kulturzentrum Schlachthof auf. Tickets für das Konzert gibt es im Vorverkauf.
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