Lyrischer Tiefgang zwischen Rock, Pop und Jazz

Cäthe kommt in nächsten Jahr nach Bremen ins KITO Vegesack.

Foto: Manuela Clemens

Bremen. Rauchig, lasziv, wild und verletzlich zugleich klingt ihre Stimme, die sich mal laut und mal leise über ruhigem Pop oder rotzigem Punk erhebt. Cäthe ist eine Ausnahmeerscheinung der deutschen Musiklandschaft: Unangepasst, eigenwillig und immer für eine Überraschung gut. Bereits mit 14 Jahren spielte Cäthe, alias Catharina Sieland, ihr erstes Konzert. Nach dem Besuch einer Berufsfachschule ging sie ganz ihrer Leidenschaft, der Musik, nach.

Ihr Debütalbum „Ich muss gar nichts“ strotzte nur so vor Widerstand und Eigensinnigkeit und bewegt sich fernab jedes Mainstreams, auch der Zweitling „Verschollenes Tier“ steht in dieser Tradition. Flirrende Klavierelemente, punktuelle Bläser und Streicher, zahlreiche Dynamikwechsel und die voluminöse Stimme Cäthes machen jeden Song einzigartig und auf spannende Weise unvorhersehbar. Ihre Stimme ist überhaupt außergewöhnlich. Mal fragil und brüchig, dann wieder die volle Rockröhre, aber immer unter die Haut gehend und als wären Janice Joplin und Nina Hagen miteinander verschmolzen. Insgesamt sind bereits vier Studioalben der Wahl-Berlinerin entstanden.

Cäthes Konzerte sind eine Einladung dazu, die ganze Symphonie ironischer Zwischentöne menschlicher Tragik und Komik zu feiern. Alternative-Pop, Rock, Jazz und Elektro begleiten die Party der Gefühle. Ihre feinsinnigen Texte sind oft autobiographisch orientiert und sorgen gemeinsam mit der Instrumentierung für Gänsehaut. 2012 erhielt Cäthe für ihre große Bandbreite und den lyrischen Tiefgang den Autorenpreis der Kategorie Rock der GEMA, außerdem ist sie Preisträgerin des Fred-Jay-Preises für deutschsprachige Liedtexte. Zuletzt veröffentlichte sie gemeinsam mit der Band Erdmöbel den Song „Winterblüher“ und mit Stoppok „Wer du wirklich bist“.

Am Samstag, den 22. Februar tritt Cäthe in Bremen im KITO Vegesack auf. Tickets für das Konzert gibt es im Vorverkauf.

 


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