Kanadischer Hardcore-Punk in der Lila Eule

D.O.A. ist die dienstälteste und erfolgreichste kanadische Band ihres Genres und Anfang August in Bremen zu Gast.

Foto: Joe Keithley

Bremen. D.O.A. sind mit ihrer wilden, ungezügelten Live-Show eine der letzten echten Punkrock-Bands, die immer noch auf die Straße gehen und die Dinge so sagen wie sie sind. Die Atmosphäre ist immer chaotisch und gerät außer Kontrolle, aber irgendwie schaffen es D.O.A. in letzter Minute, alles wieder unter Kontrolle zu bringen. D.O.A. sind die dienstälteste und erfolgreichste kanadische Band ihres Genres. Als einziges Originalmitglied seit der Gründung im Jahre 1978 ist nur noch Sänger, Gitarrist und Songschreiber Joe „Shithead“ Keithley dabei.

D.O.A. begann in einem Orkan von Kontroversen und Umwälzungen. In 1978 hörten drei Jungs, die frisch von der High School und aus den Vorstädten Kanadas kamen, von der Punkrock-Revolution. Im Februar 1978 gründete sich die Band und begann, Konzerte zu spielen, aber sie merkten jedoch bald, dass sie keinen Plattenvertrag bekommen würden. Joe Keithley alias Joey Shithead, der auf eine Karriere als Bürgerrechtsanwalt hinarbeitete, bevor er zum Punkrock fand, kam zu dem Schluss, dass die Band den Do-It-Yourself-Ansatz verfolgen musste, lange bevor D.I.Y. populär wurde. Also gründete er ein junges Plattenlabel namens „Sudden Death Records“ und veröffentlichte die erste knurrige Vinylplatte von D.O.A. Bekannt in Europa wurden sie vor allem mit dem Album „Last Scream Of The Missing Neighbors“ aus 1989, einer Kollaboration mit Jello Biafra, dem ehemaligen Sänger der Dead Kennedys. In ihren Texten kommt die politisch linke Ausrichtung der Band deutlich zum Ausdruck. Häufige Themen sind Antirassismus, Globalisierungskritik, Meinungsfreiheit und soziale Ungerechtigkeit.

Am 3. August treten D.O.A. in Bremen in der Lila Eule auf. Tickets für das Konzert gibt es im Vorverkauf.

 


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