Iron Maiden „Run For Your Lives“-Tour 2025 – Screeeam for me, Bremen

Am Dienstag ging es für uns zu einer der legendärsten Heavy Metal Bands. Iron Maiden feiern ihr 50-jähriges Bandjubiläum mit einer ausgedehnten Welttournee und machen dabei auch auf der Bürgerweide Halt. Mit am Start waren die schwedischen Melodic Deather von Avatar.

Foto: Jörg Kröger

Bremen. Nach einem reibungslosen Check-In ging es direkt vor die Bühne, denn mit Avatar hatten die Briten gleich einen hochkarätigen Support am Start. Die schwedischen Melo-Deather legten direkt mit „Dance Devil Dance“ und „Let It Burn“ im Doppelpack los. Der Sound kickte sofort und Sänger Johannes Eckerström verbrachte jede Sekunde, neben einer überragend guten Gesangsleistung damit, das Publikum nach vorne zu peitschen. Dieses reagierte allerdings zunächst sichtlich verhalten. Vielleicht lag es an der sehr exzentrischen Außendarstellung der Band, oder an dem Faktor, dass viele Teilnehmer den schwedischen Fünfer noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Dies stellte sich nach der Frage des Sängers, wie viele der Anwesenden Avatar bereits gesehen hätten, ziemlich schnell heraus. Nichtsdestotrotz zogen die Jungs weiter ihren Stiefel durch. Die Songauswahl gestaltete die Band als kleines Best-Of, über „Bloody Angel“, oder „In The Airwavs“. Nach einer weiteren kurzen Ansage läutete die Band dann den Endspurt ein. Jetzt brachten die Musiker die schweren Geschütze an den Start. Das verspielte „Smells Like A Freakshow“ fasst das Auftreten, die Stimmung und den Sound der Band wunderbar zusammen. Zum Schluss drückte Avatar dann noch einmal „Hail To The Apocalypse“ in die Menge, bevor sie nach 40 Minuten Platz für den Mainact machten.

Iron Maiden starteten fulminant mit „Murders In The Rue Morgue“ in den Abend. Ein Opener, mit dem ich persönlich nicht gerechnet hatte. Die Band flitzte, wie gewohnt, energiegeladen über die Bühne – was bei einem 50-jährigen Bühnenjubiläum mit großem Respekt versehen gehört. Die Band feuerte einen Hit nach dem Nächsten ab. Perlen wie „Wrathchild“, „Killers“, oder „Number Of The Beast“ standen in den Startlöchern. Auch wenn sich die Band bei dieser Tour nur auf ihr Material bis zum 1994er-Album „Fear Of The Dark“ bezieht, kann sie komplett aus den Vollen schöpfen und einen Kracher nach dem Anderen raushauen. Sänger Bruce Dickinson stellte gleich zu Beginn der Show das neue Member an den Drums, Simon Dawson, vor. Dieser ersetzt nun den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Niko McBrain seit Beginn dieser Tour. Sehr große Fußstapfen galt es zu füllen, was für den Neuling allerdings kein Problem darstellte. Für mich war es allerdings anfangs verwundernd, bei Iron Maiden den Schlagzeuger sehen zu können, denn Simon Dawson spielt ein reguläres Set-Up und nicht eine mannshohe Festung, wie sein Vorgänger. Weiter ging die Reise mit Klassikern wie „Powerslave“, „2 Minutes To Midnight“, oder „Run To The Hills“. Hier wirklich jeden Song im dichten Hitgewitter aufzuzählen, ist schlichtweg nicht mehr möglich! Jedes Lied wurde mit aufwendigen Grafiken und Animationen auf einem gigantischen LED-Screen unterstützt, welcher die althergebrachten Requisiten ersetzte. Eine wunderschöne Ergänzung, obwohl die aufblasbaren Elemente und abhängenden Stücke auch ihren Charme hatten. Nach knappen 90 Minuten stimmte die Band mit „Iron Maiden“ den letzten Song des regulären Sets an. Nach lauten Zugabe-Rufen seitens des Publikums erschienen die Herren natürlich wieder auf der Bühne und es ging in die Schlussrunde. Und die konnte sich wirklich sehen lassen! „Aces High“, „Fear Of The Dark“ und „Wasted Years“ waren ein glorreicher Abschluss eines einzigartigen Abends. Fröhlich zu Monty Pythons „Always Look On The Bright Side Of Life“ ging es zurück Richtung Öffis und nach Hause. Wohl wissend, die alten Helden noch einmal in Höchstform gesehen zu haben. Hoffentlich folgen noch viele solcher Abende mit Iron Maiden.

Die passenden Bilder findet ihr HIER!

 


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