Besuch aus Berlin-Kreuzberg

Acht Eimer Hühnerherzen treten auch auf ihrer kommenden Tour im Kulturzentrum Lagerhaus auf.

Foto: Mike Auerbach

Bremen. Mit ihrem dritten Studioalbum „Musik“ haben sich Acht Eimer Hühnerherzen den außergewöhnlichen Klang, den ihr selbstauferlegtes Dogma (die absente E-Gitarre) mit sich bringt, bewahrt, dennoch ist der soundästhetische Korridor breiter geworden. Sparsam betitelt, ist „Musik“ ein ausladendes Roadmovie der Gegenwart geworden. Ihren Sound haben sie für diverse Instrumente und Ideen geöffnet – geblieben ist diese Nähe, die Sängerin Vega zu ihren assoziativen Storys, aber vor allem auch zu der Band selbst zu schaffen weiß.

Acht Eimer Hühnerherzen, das sind drei viel zu charmante Handgranaten aus Berlin-Kreuzberg, ihr Album klingt, als wäre Punk wieder jung, nervös und voller Möglichkeiten. Obwohl man sich als Hühnerherz-Ultra sofort blind in dieser Platte zurechtfinden kann – die Musik bleibt weiterhin rastloser Nicht-Rock, der mit Nylonsaiten, aufgekratzten Bassläufen und akzentuiertem Rhythmus am ehesten an einen Hybrid aus Folk und Punk erinnert, spielen doch eine Vielzahl neuer Impulse in den aktuellen Sound hinein: Posaune, Cello, Klavier, Glockenspiel, wenn man es an Instrumenten festmachen will.

Auf ihrer Tour im Frühjahr 2024 spielen Acht Eimer Hühnerherzen Songs von allen drei Alben sowie neue, unveröffentlichte Titel. Bereits in diesem Frühjahr waren sie im Bremer Kulturzentrum Lagerhaus zu Gast. Dort treten sie am 3. April erneut auf, bevor sie erstmal eine Tourpause für die Produktion neuer Musik einlegen werden. Tickets für das Konzert gibt es im Vorverkauf.

 


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