Ausgelassener Stilmix zum Hurricane-Auftakt

Vier Acts aus ganz unterschiedlichen Stilrichtungen spielen bei der Warm-Up-Party des Hurricane Festivals in der Wild Coast Stage.

Antje Schomaker, Foto: Jörg Kröger

Scheeßel. Das 25. Hurricane Festival ist eröffnet! Nachdem bei bestem Sommerwetter vormittags die Tore der Campingplätze aufgehen und bereits Zehntausende ihre Zelte aufbauen und Camps einrichten, beginnt das musikalische Programm mit einem bunt gefächerten Stilmix um 20 Uhr auf der Wild Coast Stage. Wie im letzten Jahr steht die sechsmastige Zeltbühne auf der anderen Seite der gesperrten Landstraße L131 und somit in Seh- und Hörweite der Campingplätze. Die Bühne ist im Vergleich zum Vorjahr um 90 Grad gedreht, sodass die Besucher*innen von der Richtung her zum Infield blicken.

Antje Schomaker hat die Ehre, das Hurricane Festival zu eröffnen und legt pünktlich mit ihrer vierköpfigen Liveband und dem Song „Verschwendete Zeit“ los. Mit super-lässigem Indie-Pop begrüßt sie die Leute und vermittelt in ihren Songs und ihrem Set eine Haltung und gibt Botschaften mit – über Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und weibliches Empowerment. Gefühlvolle Sounds treffen auf dynamische Pop-Klänge und gut platzierte Rock-Einflüsse. Die Hamburger Sängerin covert zudem „Alles neu“ von Peter Fox und spannt so den Bogen zu einem der Headliner des folgenden Tages.

Den Punkrock-Teil des Abends übernehmen die Rogers aus Düsseldorf, die in den letzten Jahren unzählige Festivalkonzerte gespielt haben, für die es aber tatsächlich der erste Besuch beim Hurricane ist. Es gibt „Rambazamba und Randale“, wie es im gleichnamigen Albumtitel heißt, Mitsing-Hymnen, prägnante Gitarre und eingängige Melodien. Sie schmeißen die ersten Moshpits an und heizen dem Eröffnungstag gut ein.

Weiteres Kontrastprogramm gibt es mit dem Hip-Hop-Duo Zugezogen Maskulin aus Berlin. Die Arme liegen in der Luft und unter der von der Decke hängenden Discokugel feiern die Leute zu den sarkastischen und ironischen Texten der Rapper. Die höchste Eskalationsstufe erreicht das 75-minütige Set bei den wilden Moshpits zu „Alle gegen alle“. Am Samstagvormittag nehmen sie im Zelt live ihre Podcast „Zum Dorfkrug“ mit Madsen auf.

Heiß erwartet von vielen Fans zünden Querbeat die finale Phase der Hurricane 2023-Eröffnungsparty. Die Band aus Köln starten mit „Endstufe 2“ und schrauben das Energielevel noch mehr in die Höhe. Im Zelt gibt es nahezu kein Quadratzentimeter, der nicht im Takt der Musik springt und sich bewegt. Highlight bei der Band aus Köln ist ein Wettrennen mit großen aufblasbaren Flamingos, auf denen sich zwei Personen aus dem Publikum auf den Händen der Partygemeinschaft durchs Zelt hin und zurück tragen lassen. Stagediving auf dem Meer aus feiernden Händen. Querbeat wissen diese enorme Menge an Energie der Hurricane-Besucher*innen zu orchestrieren. Mit verschiedenen Tanzkommandos dirigieren sie die Leute. Crowdcontrol haben sie perfektioniert.

Nach sechs Stunden Aufwärmparty geht es heute um 15 Uhr mit dem Programm auf allen vier Bühnen los. Standesgemäß darf das #HurricaneSwimTeam auf der Forest Stage eröffnen, bevor wenig später Dylan und Will Linley loslegen. Headliner des ersten großen Festivaltages sind später Peter Fox, Billy Talent und Kraftklub.

Seht euch hier unsere Bildergalerie des Abends an:


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