„Udo Fröhliche“ mit Benjamin von Stuckrad-Barre

Benjamin von Stuckrad-Barre – 19.03.2027, 20:00 Uhr, Glocke

Der Schriftsteller feiert Udo Lindenberg auf Lesereise und liest nach über 20 Terminen zum Abschluss in der Bremer Glocke.

Foto: Markus C. Hurek

Bremen. Udo Lindenberg ist jüngst 80 geworden – und Benjamin von Stuckrad-Barre hat mit „Udo Fröhliche“ das passende Buch zum Jubiläum geschrieben. Als langjähriger Weggefährte ist er schließlich auch so etwas wie das ausgelagerte Gedächtnis, Kurator und Archivar des Panik-Universums in Personalunion. Die Nahbetrachtung des Ausnahmekünstlers Lindenberg durch seinen ausgewiesenen Superfan und guten Freund Stuckrad-Barre wurde zum literarischen Ereignis und Bestseller. Das von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeierte Buch stieg auf Platz zwei ein in die Spiegel-Bestsellerliste, in der es sich viele Wochen hielt.

„Udo Fröhliche“ erzählt dabei keine klassische Künstlerbiografie. Stuckrad-Barre blickt auf eine Karriere, die von den Anfängen des deutschsprachigen Rock über die DDR und den „Sonderzug nach Pankow“ bis zum generationsübergreifenden Stadionphänomen reicht. Vor allem aber geht es um einen Künstler, bei dem Musik, Sprache und öffentliche Figur längst zu einem eigenen Kosmos verschmolzen sind – und um die ziemlich persönliche Frage, was passiert, wenn der musikalische Held der eigenen Kindheit plötzlich achtzig wird.

In den 59 biografischen Kurzgeschichten von „Udo Fröhliche“ entsteht ein lebhaftes Bild dieses im besten Sinne Volkssängers, der die Bundesrepublik, ihre Gesellschaft, die Sprache und dadurch auch die Denkweise verändert hat. Zugleich erzählt dieses Buch anhand von Lindenberg hellsichtig und originell über das Fan-Sein, über 80 Jahre Bundesrepublik, über die Kunst und das Leben als Künstler – von Alkohol über Cello und Fernweh, Rollschuhe, Sprache, Hotel und Hut bis zur Zigarre.

Ab Herbst begibt sich Stuckrad-Barre mit „Udo Fröhliche“ auf große Tournee. Und wer je eine Stuckrad-Barre-Lesung besucht hat, weiß natürlich, dass an diesen Abenden ein Buch nicht bloß vorgelesen, sondern zelebriert wird. Stuckrad-Barre interpretiert seinen Text, er spielt, improvisiert, singt – und manchmal liest er auch. Spätestens seit seinem autobiografischen Roman „Panikherz“ aus 2016 kennt und liebt natürlich das Publikum von Stuckiman (Lindenbergs Spitzname für Stuckrad-Barre, der diesen sogar als Künstlernamen in seinem Personalausweis hat beglaubigen lassen) dessen immer liebevolle und niemals parodistische Art, Lindenberg-Zitate sozusagen als Udo vorzutragen, und so wird Udo an jedem Abend dieser Lesereise stimmlich mit im Raum sein: sanft und weise, immer ein bisschen anders, sonst wäre es ja nicht Udo.

Am Freitag, den 19. März liest Benjamin von Stuckrad-Barre im Großen Saal der Glocke aus „Udo Fröhliche“. Tickets gibt es im Vorverkauf.

 


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