Hamburger Wave-Punk im Eisen

Tauben spielen Ende des Monats mit ihrem Debütalbum „Bis an Ende der Schäbigkeit“ in Bremen.

Tauben

Bremen. Wave-Punk zwischen Hässlichkeit und Schönheit: Am 25. September landet in der Eckkneipe Eisen eine Band, die sich irgendwo zwischen Dadaismus, Dreck und Dancefloor einquartiert hat. Tauben aus Hamburg bringen ihr Debütalbum „Bis ans Ende der Schäbigkeit“ auf die Bühne – laut, zynisch und überraschend tanzbar.

Die 2022 gegründete Formation ist trotz ihres jungen Bandalters kein unbeschriebenes Blatt: Sänger John Petermann und Drummer Moritz Coym-Seifert sind alte Bekannte des norddeutschen DIY-Undergrounds. Produziert wurde ihr Debütalbum von keinem Geringeren als Moses Schneider, mit Unterstützung von Jens Rachut – was den schnarrenden Sprechgesang und die rohen Energieausbrüche sofort nachvollziehbar macht.

Tauben lassen Referenzen wie Pogendroblem, Team Scheisse oder Frittenbude zu. Ihre Songs marschieren in zackigen Rhythmen, wanken zwischen Wave-Geriffe und noisiger Wall Of Sound – und dann tauchen plötzlich Synths auf, die irgendwo aus dem Hinterzimmer des Post-Punks kriechen. Über all dem schwebt Petermanns „Talking Poetry“-Gesang: scharf, fragmentarisch, oft bitter komisch. Wer Wave-Punk bisher für einen Widerspruch hielt, könnte bald eines Besseren belehrt werden.

Los geht’s am 25. September um 20 Uhr im Eisen, der Einlass erfolgt gegen Spende. Wer sicher dabei sein möchte, schreibt jetzt eine Mail an kontakt-eisenbremen@posteo.de.

 


Mehr Beiträge aus" Musik" zur Startseite

Hamburger Wave-Punk im Eisen teilen auf: