SUM41 – Abschied von Jugendhelden

In der letzten Woche ging es für uns wieder einmal nach Hamburg - diesmal in die Barclays Arena, um Abschied von einem Teil unserer Jugend zu nehmen. Sum 41 spielten eine ihrer letzten Shows in Deutschland. Mit dabei waren Pop-Punker von Neck Deep. Also die Einlagen in die Vans gestopft und los!

SUM 41 // Foto: Freddy Hellbernd

Hamburg. Den Abend eröffneten die Waliser von Neck Deep und konnten von Beginn an auf eine gut gefüllte Arena blicken. Mit sehr viel Spielfreude preschten die Vier voran, dabei waren auch schon die ersten Bewegungen im Publikum spürbar. Dies sollte sich aber ab der Mitte des Sets, bei „Kali Ma“ noch einmal ein wenig steigern. Stets souverän agierten die Jungs von der Insel und peitschten dabei die Anwesenden für den kommenden Headliner an. Das knapp 40 Minuten lange Set der Waliser endete dabei in dem grandiosen „In Bloom“. Alles in allem eine mehr als gelungene Support-Show, welche definitiv Laune auf mehr gemacht hat. Aber erstmal an die Bar und sich ein 7€ Bierchen bestellt. Punkrock ist mMn was anderes, aber egal!

Nun ging es an den unumstrittenen Chef im heutigen Ring. Sum 41 starteten gleich einer großen Portion Feuer, Nebel und Konfetti in eine Combo aus „Motivation“ und „The Hellsong“. Was für ein Start in den Abend! Ab der ersten Sekunde preschten die Kanadier mit einer hohen Spielfreude voran und die Band gab alles, was das Publikum gleich auf Anschlag springen ließ. Weiter ging es einmal komplett durch die Diskographie der Band über „War“, „Landmines“ und „Dopamine“. Im vorderen Bereich der Arena ging es dabei durchgängig nach vorne und zahlreiche Crowdsurfer und ein riesiger Moshpit waren zu sehen. In der Mitte des Sets gab die Truppe dann auch noch ein kurzes Medley vom Album „Does It Look Infected“ zum Besten und „My Direction“, „No Brains“ und „All Messed Up“ wurden dabei gekonnt ineinander gewoben. Dies kam sehr gut bei den Anwesenden an und wurde dementsprechend ordentlich gefeiert. Nach dem obligatorischen Drum-Solo wurde der letzte Teil des offiziellen Sets eingeläutet. Hier gaben das Publikum und die Band nochmal alles, besonders als mit „Fat Lip“ und „Still Waiting“ in die Zielgerade eingebogen wurde. Ab hier hätte man eigentlich schon komplett zufrieden von der 23 Songs umfassenden Show sein können, aber nach einer kurzen Pause ging es weiter. Es gab nochmal drei Songs auf die Ohren und die Zugabe endete natürlich mit dem grandiosen „In Too Deep“ bei dem abermals aus allen Kanonen gefeuert wurde. Nachdem ich mich dann schon langsam Richtung Ausgang begab, stand Sänger Deryk wieder auf der Bühne und es ging weiter. Damit hätte ich nach dem bis dato über zwei Stunden andauernden Set nicht gerechnet! Also ging der Tanz weiter und die Band packte noch „So Long Goodbye“ und „What I Believe“ obendrauf. Hier bekam man heute wirklich was geboten und wir konnten uns mit einem lachenden Auge über die grandiose Show, und einem weinenden Auge über das Ende der Band, wieder auf den Heimweg machen.

 


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