Abwechslungsreicher als gedacht

Chartstürmer und Teenieschwarm Wincent Weiss ist am Donnerstag im ausverkauften Aladin aufgetreten.

Foto: Jörg Kröger

Bremen. Dicht gedrängt stehen die überwiegend weiblichen und jungen Besucher in den ersten Reihen des ausverkauften Aladins. Blauer Nebel nimmt die Bühne ein als der 24-jährige Wincent Weiss die Bühne betritt, groß ist das Gekreische der Fans. Diese Form der Überwältigung schlägt aber schnell um in Textsicherheit und Tanz.

Der in Schleswig-Holstein aufgewachsene Wincent Weiss verdankt seinen steilen Aufstieg neben seinen Fans vor allem dem Videoportal YouTube und dem DJ-Duo „Gestört aber geil“, deren Hit „Unter meiner Haut“ ihn bekannt machte. Mit einem professionellen Auftritt und authentischem Charme tritt er fannah auf, springt gleich zu Beginn des Abends in den Bühnengraben und singt direkt bei seiner Anhängerschaft.

Textlich sind die Songs des Debütalbums „Irgendwas gegen die Stille“ aus dem Satzbaukasten des Gefühlspops entstanden – eingängig und einfach mitzusingen. Mit überschaubarem Anspruch und so konstruiert, dass sich ja niemand daran stört. Radiotaugliche Standardmelodien treffen also auf austauschbare, massenkompatible Merksätze. Live gestaltet Wincent Weiss mit seiner Band das Set aber viel abwechslungsreicher und detailvoller.

Früh am Abend spielt er seinen großen Hit „Musik sein“ in sehr abgewandelter Version. „Regenbogen“ gibt es in einer ruhigen, nur mit Cello und Klavier begleiteten Variante, bei der Gitarrist Benni Freibott am Piano den Schlussakkord nicht nur spielen, sondern auch singen darf. Es sind diese kleinen Überraschungen, die den Abend individuell machen und auch die starke Stimme des Sängers in den Vordergrund rücken.

Die Besucher können jede einzelne Zeile laut mitsingen, währenddessen wird brav im Takt geklatscht. Es ist nicht wahnsinnig anspruchsvoll, was dem Publikum hier abverlangt wird, aber es funktioniert bestens. So haben die Fans sichtlich Spaß, was sich auf die Protagonisten auf der Bühne überträgt. Erfrischend und natürlich tritt der 24-jährige auf und freut sich über den gelungenen zweiten Abend seiner Tour. Als letzte Zugabe gibt es „Feuerwerk“ mit schöner Lichtshow, bevor die Besucher zufrieden aus der Musikhalle strömen.

Fotos: Jörg Kröger

 

 

 


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