Demo gegen Rechts

Bremen hält zusammen: Großkundgebung am 8. Februar 2025 setzt ein Zeichen für Solidarität, Menschenrechte und Demokratie

Bremen. Der Bremer Domshof wird am Samstag, 8. Februar 2025 zum Platz einer Großdemonstration. Mehr als 60 Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen rufen unter dem Motto „Bremen hält zusammen“ zu der Großkundgebung auf. Ziel ist es, ein kraftvolles Zeichen für Solidarität, Menschenrechte und Demokratie zu setzen – gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr und ist Teil eines bundesweiten Aktionstags der „Omas gegen Rechts“. Bereits ab 15 Uhr bringen diese mit Musik und Beiträgen unter dem Motto „Herz statt Hetze“ Bewegung in die Bremer Innenstadt und schaffen einen Auftakt. Die Organisatoren wollen gemeinsam klarstellen: „Unsere Stadt steht geschlossen gegen Ausgrenzung – und für eine lebenswerte Zukunft für alle.

Mit der Kundgebung will das Bündnis auf drängende politische und soziale Probleme aufmerksam machen: Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus, die Klimakrise, steigende Mieten, Kinderarmut, die Bildungskrise, den Pflegenotstand sowie die Angriffe auf marginalisierte Gruppen wie Geflüchtete, queere Menschen und Menschen mit Behinderungen. „Diese Probleme sind nicht isoliert zu betrachten, sondern Ausdruck tiefer gesellschaftlicher Ungleichheiten, die uns alle betreffen“, betont Nazanin Ghafouri, Flüchtlingsrat Bremen, in einer Pressemitteilung. Das Bündnis ruft deshalb zu gemeinschaftlichem Handeln auf, um Spaltung und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten. Die zentrale Botschaft der Kundgebung lautet: Für eine gerechte Gesellschaft, die Solidarität und Chancengleichheit für alle gewährleistet. Kein Mensch darf aufgrund von Herkunft, Glauben, Geschlecht oder sozialem Status diskriminiert werden. Dieser Einsatz für Gerechtigkeit stärkt nicht nur die Demokratie, sondern das Vertrauen in eine inklusive Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird.

Solidarität und Demokratie als gemeinsame Verantwortung

„Solidarität ist der Kern einer gerechten Gesellschaft – sie erfordert aktives Engagement von uns allen. Nur so können wir soziale Ungerechtigkeiten abbauen und die Demokratie stärken“, erklärt Hanna Otto, Sprecher:in der Studis gegen Rechts Bremen. Solidarität wird dabei nicht nur als moralisches Prinzip, sondern als praktisches Werkzeug für gesellschaftlichen Zusammenhalt verstanden. Wer sich für andere einsetzt, stärkt das Vertrauen in eine demokratische Zukunft und verbessert die Lebensrealität aller.

Ein klares Zeichen gegen rechte Angriffe und Spaltung

Die Kundgebung positioniert sich klar gegen die zunehmenden Angriffe durch extrem rechte Kräfte wie die AfD – gerade mit Blick auf die kommenden Bundestagswahlen. Filippo Lamy, Aktivist:in der Organisation Fridays for Future Bremen, sagt: „Wer rechtspopulistische Positionen übernimmt und gar mit Verfassungsfeinden abstimmt, spielt rechtsradikalen Parteien in die Hände – und schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Die Normalisierung von Hass und Hetze bedroht demokratische Werte und fördert gesellschaftliche Spaltung. „Die AfD behauptet, die Interessen der Menschen zu vertreten, doch sie lebt von Spaltung, Angst und Ausgrenzung. Bremen sagt dazu: Nicht mit uns!“, so Ute Jaspersen von den Omas gegen Rechts Bremen.

Das Bündnis ruft daher alle Bürger:innen auf, sich klar für Menschenrechte zu positionieren und sich für eine solidarische, inklusive und demokratische Zukunft einzusetzen. Jede Stimme für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz ist ein klares Signal gegen Spaltung und Populismus.

Die Kundgebung wird von einem abwechslungsreichen Programm begleitet: Musikalische Highlights, inspirierende Reden und kreative Aktionen stehen für die Vielfalt und Stärke der Bremer Stadtgesellschaft. Gemeinsam soll gezeigt werden, dass Bremen für eine gerechte, inklusive und zukunftsfähige Gesellschaft einsteht.

 

Details zur Kundgebung:

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