Awareness-Team ist zurück im Viertel
Supportstruktur bekommt eine neue Förderung: L'Unità Security wird Personen im Nachtleben weiter unterstützen – Bündnis begrüßt Fortführung und ressortübergreifende Zusammenarbeit

Bremen. Im Bremer Ostertor und Steintor – also im Viertel – wird ab dem 30. Mai 2025 erneut ein Awareness-Team im Einsatz sein. An Wochenenden sowie an Abenden vor Feiertagen stehen künftig wieder speziell geschulte Teams bereit, um Besucherinnen und Besuchern des Viertels in schwierigen Situationen unterstützend zur Seite zu stehen. Das hat der Bremer Senat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.
Das heißt: Menschen, die in den Nachtstunden im öffentlichen Raum unterwegs sind und akut von grenzüberschreitenden Situationen betroffen sind, können die speziell ausgebildeteten Teams ab dem 30. Mai wieder ansprechen. Konkret sind die Awareness-Teams immer freitags und samstags sowie in den Nächten vor Feiertagen von 22 bis 4 unterwegs und können über die Telefonnummer 0176 26460439 erreicht werden. Die Ausschreibung sieht vor, dass die Teams bis zum Jahresende im Einsatz sind.
Das Projekt wird von der Awareness-Abteilung L’Unità verantwortet und umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt über Haushaltsmittel mehrerer Ressorts: der Senatorin für Wirtschaft, der Senatorin für Gesundheit und Frauen, der Senatorin für Soziales, des Senators für Inneres sowie der Senatskanzlei. Diese ressortübergreifende Zusammenarbeit ist Ausdruck der breiten politischen und gesellschaftlichen Anerkennung für die Notwendigkeit von Unterstützungsstrukturen im öffentlichen Raum.
Der Clubverstärker e.V. unterstützt das Vorhaben ausdrücklich und verweist auf das gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen und institutionellen Akteur:innen veröffentlichte Positionspapier „Mehr Sicherheit in belebten Quartieren – Awareness-Teams verstetigen“. Dieses wurde Ende 2024 an die Politik versendet – unmittelbar bevor die erste Förderperiode des Projekts auslief – und von Organisationen wie DEHOGA, IHK, Notruf Bremen, Rat & Tat – Zentrum für Queeres Leben und dem Weißen Ring Bremen mitgezeichnet.
Das Papier stellt heraus:
„Das subjektive Sicherheitsgefühl im Bremer Nachtleben nimmt zunehmend ab, insbesondere bei Frauen und marginalisierten Gruppen. Die Fortführung der Awareness-Teams im Viertel und die Erweiterung auf weitere Stadtteile ist mehr als eine Chance – es ist eine Notwendigkeit.“
Die Fortführung bis Ende des Jahres ist daher ein wichtiger Schritt – gleichzeitig betont der Clubverstärker e.V. zusammen mit L’Unità, dass bereits in den derzeitigen Haushaltsaufstellungen tragfähige Perspektiven für die Zeit ab 2026 zu entwickeln seien: „Eine erneute Unterbrechung würde mühsam aufgebaute Vertrauens- und Kooperationsstrukturen gefährden und personelle wie finanzielle Ressourcen erfordern, um das Projekt später erneut zu etablieren.“, so Iris Hinze, Sprecherin des Verbands für Clubs- und Livemusikspielstätten.
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