Zwischen Punk und Techno
Die Band Guts Pie Earshot tritt im Kulturzentrum Kleinbahnhof - KuZ - in Osterholz-Scharmbeck auf

Osterholz-Scharmbeck. Punk-Konzert und Techno-Party an einem Abend? Geht nicht? Geht doch! Und zwar am Freitag, 20. Februar 2026, im Kulturzentrum Kleinbahnhof – KuZ – in Osterholz-Scharmbeck. Die Band Guts Pie Earshot tritt im KuZ auf und will die Konzertbesucher:innen mitnehmen auf eine „Reise an der Grenze des Machbaren, zwischen Breakbeat, Techno, Punk und Ambient.“
Seit mehr als 30 Jahren brechen Guts Pie Earshot aus bestehenden musikalischen Normen aus und kreieren etwas Neues, Eigenes. Zitate aus dem Punk und Hardcore werden genauso umgesetzt wie Drum and Bass, Breakbeat, Techno oder Klassikeinflüsse. Trotz minimalistischer Besetzung kommen keine elektronischen Stützen wie Sampler oder Laptop zum Einsatz – kaum zu glauben, hört man die dichten, hypnotischen Sounds der Band. Ungestüm sind sie geblieben. Tanzbar und beeindruckend vielfältig.
Wenn Guts Pie Earshot spielen, kreischt das Cello, hämmern die Drums und der Beat peitscht unaufhörlich voran. Musikalische Anklänge finden sich bei (in alphabetischer Reihenfolge): Ambient, Drum’n’Bass, Kurdischer Musik, Minimal Music, Punk, Techno, dazwischen mal ein Cover von Dead Kennedys, Motörhead oder J. S. Bach.
Ursprünglich aus der Punkszene stammend wurden Guts Pie Earshot in den 90er Jahren – damals mit fünf Mitgliedern – als Avantgarde-Legende des undogmatischen Hardcore auf unzähligen Festivals und Konzerten gefeiert. Seit 2004 treten Jean Jacobi, Schlagzeug, und Patrick Reerink, E-Cello, als Duo auf. Seitdem spielten die beiden Musiker neben unzähligen Konzerten im deutschsprachigen Raum jährliche Tourneen in Osteuropa und wurden 2005 und 2011 zu Kulturaustauschen nach Klaipeda, Litauen und Murmansk, Russland eingeladen. 2006 spielten sie auf dem Sziget-Festival und seit 1999 sind sie regelmäßiger Gast auf dem Fusion-Festival.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Kollaborationen mit anderen Künsten, so treten sie als Live-Band für Artistik-Spektakel, Feuershows, Filmvertonungen und Live-Paintings auf. Seit 2017 verbindet sie eine gemeinsame Arbeit mit dem Flugtrapez-Ensemble Omnivolant aus Berlin, zusammen wurden sie auf zahlreiche Festivals eingeladen, u.a. Welttheater der Straße in Schwerte, Memminger Kultursommer und das Festival Encore in Saarbrücken.
Seit 2007 begleiten sie als Theatermusiker und Komponisten Schauspielprojekte und wurden zu Produktionen u.a. am Schauspiel Köln, dem Theater Bielefeld („Der Seewolf“ 2016 und „Moby Dick“ 2023) und dem Theater der jungen Welt Leipzig („Sexualkunde für das neue Jahrtausend“ 2023) eingeladen. Ihre Live-Konzerte und die Entwicklung neuer Musik bleiben aber der Hauptfokus ihrer Arbeit, so haben sie seit ihrer Gründung 1993 14 Alben veröffentlicht und über 1500 Konzerte in ganz Europa gespielt.
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