Zwei Support-Acts für Young Rebel Set
Sönke Torpus (Low Key Orchestra) sowie Sänger Tom Blackwell eröffnen mit Solo-Sets das von HB-People.de präsentierte Konzert am 17. September im Tower.

Bremen. Young Rebel Set waren ein, und dafür gibt es kein besseres Wort, Phänomen. Man kann die Geschichte der Band im Nachhinein natürlich romantisieren und nostalgisch verklären, aber es war so. Sieben Freunde Anfang 20 gründen in der KuBar in Stockton-on-Tees, im Nordosten Englands, eine Band und schreiben ihren ersten Song, der heißt „If I Was“ – wenige Jahre später zählt die Gang zu den heißesten UK-Bands, das Oasis-Management nimmt sich der Band an, gerade in Deutschland hat die Band, die hier über Grand Hotel van Cleef veröffentlicht, ihre größte Fanbase. Bis 2015 ist die Band pausenlos auf Tour.
Im Dezember 2019 verstirbt Sänger Matty Chipchase mit nur 35 Jahren, und die Geschichte der Band endet unglücklich, abrupft und unfertig. An dem Tag, der Mattys 40. Geburtstag hätte sein sollen, spielen seine Freunde ein Konzert zu seinen Ehren. Der Abend ist natürlich sentimental, aber die verbliebenen Bandmitglieder merken, dass die Geschichte von Young Rebel Set noch nicht zu Ende ist. Diesen Freitag erscheint mit „Sun“ die erste neue EP von Young Rebel Set seit 2013: Die Gründungsmitglieder Andy und Chris Parmley und Luke Evans, sowie der damalige Livegitarrist Andy Bensley finden mit Tom Blackwell – ein langjähriger Freund der Band und auch von Matty – einen neuen Sänger, der Matty nicht imitieren möchte, sondern seine Songs mit Respekt performt. Die „Sun“-EP versammelt insgesamt vier neue Songs sowie einen Remix, die meisten davon bereits vor über zehn Jahren geschrieben und jetzt endlich finalisiert. Ab dem 15. September sind Young Rebel Set das erste Mal seit zehn Jahren wieder auf deutschen Bühnen zu sehen.
Eröffnet werden die Konzerte mit einem Solo-Set von Tom Blackwell. Ebenfalls eine Solo-Performance gibt es vorab von Sönke Torpus und seinem neuen Bandprojekt Low Key Orchestra. Mehr Understatement in einem Bandnamen geht nicht. Der wirklich unpassendste – und damit passendste – Name wurde da von Sönke Torpus für etwas gefunden, das ohne übertreiben zu wollen, musikalisch wirklich Großartiges birgt. Allen Indie-Folk-Connaisseuren unter uns wird seine ehemalige Band Torpus & The Art Directors ein Begriff bzw. in guter Erinnerung sein und die Freude ins Gesicht geschrieben stehen, dass nun neue Musik vor der Tür der Lieblingslieder steht. „Too Shy To Show” heißt die erste Single und ist ein Song bei dem das Wort „Ohrwurmpotential” die wahrscheinlich stärkste Untertreibung des Sommers wäre.
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