Reload Festival – Unsere Highlights

Neben den ganz großen Namen kann das Reload Festival auch immer mit Bands im unteren und mittleren Segment überzeugen. Dazu haben wir uns einmal das diesjährige Line-up genauer angeschaut und euch eine kleine Liste unserer Highlights zusammengestellt.

Reload Festival

Sulingen. Die riesigen Namen der Headliner sollten bei jedem Festival wohl den meisten Besuchern ein Begriff sein. Spannend wird aber erst, wenn man sich durch die kleineren Bands wühlt und womöglich seine neue Lieblingstruppe entdeckt. Wir haben das einmal für euch übernommen und eine kleine Liste unserer Highlights zusammengestellt.

Hier sind die Tipps von Marius:

Starten wir mit dem letzten Slot am Donnerstag um 01:05 Uhr auf der Plaza Stage und gleich einem musikalischen „Ausreißer“. Perturbator aus Paris liefern statt knallharten Gitarren-Riffs, dystopisch-futuristischen Retrowave. Das im Blackmetal verwurzelte Projekt um Mastermind James Kent hat im letzten Jahr mit dem Album „Age Of Aquarius“ ein weiteres starkes Werk auf den Markt geschmissen. Fans von Retro-Videospielen der 80er- und 90er-Jahre sowie von düsteren Animes à la „Akira“ und „Ghost In The Shell“, sollten die Ohren spitzen und die gewaltigen Soundwände der Franzosen keinesfalls verpassen.

Am Freitag wird es ab 13:15 Uhr, ebenfalls auf der Plaza Stage, nicht minder düster und apokalyptisch. Die Chemnitzer Cytotoxin widmen sich in ihrer bisherigen Diskographie ganz dem Thema der nuklearen Auslöschung der Menschheit. Und mit dem ebenfalls im letzten Jahr erschienenen Album „Biographyte“ konnten die Brutal-Techdeather noch einmal eine Schippe auf ihren nicht zu verachtenden Katalog drauflegen. Rasend schnell und mit tonnenschweren Breakdowns können alle Pit-Enthusiasten hier voll auf ihre Kosten kommen.

Samstag wird es dann auf der Plaza Stage ab 15:25 Uhr düster und atmosphärisch. Die Portugiesen von Gaerea sprengen derzeit nicht nur alle Genregrenzen, sondern entern mit ihrem melodischen Post-Blackmetal immer größere Bühnen. Mit dem im März erschienen Album „Loss“ haben sie auf jeden Fall gezeigt, wie weit man die Bezeichnung „Blackmetal“ ausreizen kann. Hier treffen klassische Tremoloriffs auf ausgedehnte, emotionale Passagen und schon poppig anmutende Refrains. Ein wahres Highlight für alle, denen musikalische Genres ein Fremdwort sind. 

Kommen wir nun zu Marcels Tipps:

Direkt am Warm-Up-Abend in der Tentstage wird es wuchtig, kompromisslos und klanggewaltig. Um 20 Uhr steht dort die Bremer Postcore- und Alternative-Band Dramatist auf der Bühne. Die fünfköpfige Gruppe präsentiert Songs ihres Debütalbums „Wasting Words“, das im Januar erschienen ist. Musikalisch setzt die Band auf einen mächtigen, drückenden Sound, der zwischen intensiver Schwere, gewaltigen Ausbrüchen und atmosphärischen Momenten pendelt. Mal laut und brachial, mal dicht und eindringlich – Dramatist liefern Musik, die keine halben Sachen macht.

Rauer Punk trifft auf ein entfesseltes Blechgewitter: 100 Kilo Herz stehen am Samstag um 13:55 Uhr auf der Plaza Stage und bringen ihren Brass-Punk zurück nach Sulingen. Die Leipziger Band verbindet treibende Rhythmen und melodische Hooks mit wuchtigen Bläsersätzen, klarer politischer Haltung und ungeschönter Alltagslyrik. Live pendeln ihre Songs zwischen Wut und Wärme, großen Hymnen und plötzlichen Energieausbrüchen, die direkt über den Moshpit hinwegfegen. Für alle, die beim Reload Festival gerne über den Tellerrand des Metals schauen, könnte dieser ebenso laute wie unmittelbare Auftritt zu den unerwarteten Höhepunkten des Wochenendes gehören.

Ebenfalls am letzten Festivaltag gibt es moderne Härte, elektronische Klangwelten und große Emotionen. Future Palace stehen am Samstag um 16:10 Uhr auf der Mainstage. Die Berliner Band hat sich mit ausverkauften Tourneen, Millionen Streams und intensiven Festivalshows längst zu einer der spannendsten Stimmen des europäischen Post-Hardcore entwickelt. Auf ihrem dritten Album „Distortion“ verbinden Future Palace atmosphärische Flächen und Synthesizer mit druckvollen Gitarren und einer kompromisslos ehrlichen Klangsprache. Inhaltlich geht es um Selbstzweifel, Resilienz und innere Stärke, live verdichten sich diese Themen zu einer gleichermaßen wuchtigen wie emotionalen Show.

Falls ihr keine Band verpassen wollt, könnt ihr euch das gesamte Line-Up und die Running Order über die nun für Android und IOS verfügbare App ansehen.

 


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