Motorjesus – „Streets Of Fire“-Tour 2025

Am vergangenen Samstag legten die Hard-Rocker von Motorjesus einen Stop auf ihrer „Streets Of Fire“-Tour im Tower ein. Mit im Gepäck hatten sie nicht nur ihr gleichnamiges, aktuelles Album, sondern auch Lost Sanctuary als Support.

Motorjesus

Bremen. Als ich gegen 19:45 Uhr den Tower betrat, wimmelten sich die meisten Gäste noch vor der Tür und genossen entspannt die ersten Rutschen an Kaltgetränken. Als pünktlich um 20:00 Uhr die Lokalmatadoren von Lost Sanctuary starteten, füllte sich der Club nach und nach. Das Quartett um Mastermind Dan Baune feuerte den Anwesenden melodischen Thrash mit einer Prise Powermetal vor die Füße und konnte sich dabei ordentlich sehen lassen. Hauptsächlich gab es Songs vom aktuellen Album „Harbinger Of Chaos“ serviert. Hier und dort wurden zusätzlich ein paar Nummern vom 2021er-Debüt eingestreut. Die Songs, welche mich an der ein oder anderen Stelle an eine Mischung aus Iron Maiden und Megadeth erinnerten, gingen auf jeden Fall gut nach vorne und ergaben im Kontext zum Hauptact vollkommen Sinn. Spielfreudig und energiegeladen zockten die Herren ihr knapp 40 Minuten langes Set herunter. Auf jeden Fall ein guter Start in den Abend.

Nach einer knackigen Umbaupause ging es mit Motorjesus weiter. Die Herren aus Mönchengladbach mussten an dem Abend leider auf einen ihrer Gitarristen verzichten. Dafür hatten sie aber gleich zwei Klampfer als Ersatz am Start. Zum einen übernahm der Sänger und Gitarrist von Lost Sanctuary einen Spot, zum anderen wurde das heutige Gitarren-Trio vom ehemaligen „President Evil“-Klampfer ergänzt. Ich muss also nicht sagen, dass der Start des Sets natürlich umso druckvoller war. Die Herren drückten gleich das Gaspedal mit „Trouble In Motorcity“ bis zum Anschlag durch. Schlagartig wurde es im vorderen Bühnenbereich voll und auch die Temperatur im Club stieg merklich. Voller Energie schoben die Mönchengladbacher einen Hit nach dem anderen von der Bühne. „Fist Of The Dragon“, „Fuel The Warmachine“ und „King Of The Dead End Road“, allesamt grandios performt. Was mich sehr gewundert hat war, dass relativ wenig Songs des aktuellen Albums in das Set aufgenommen wurden, obwohl die neue Scheibe einiges an Potenzial bietet und ich mich schon auf ihre Live-Performance gefreut hatte. Dies konnte natürlich auch am bereits erwähnten Gitarristen-Mischmach liegen. Who knows, aber wer würde sich schon über ein „Best-Of-Set“ aufregen?! Zu „Motor Discipline“ wurden dann große, aufblasbare Reifen ins Publikum geschmissen, welche dankend angenommen wurden. In diesen ließen sich Leute noch Songs später über die Köpfe der restlichen Anwesenden durch den Tower tragen. Zum Ende des Sets wurden dann noch mehr ältere Schmuckstücke ausgepackt. Es ging rasant über „The Howling“ in die letzte Nummer „The Destroyer“. Hier gaben die Anwesenden sowie die Band noch einmal alles, bis die Show nach knapp 90 Minuten vorbei war und man nach dem obligatorischem Gruppenfoto in die laue Nacht entlassen wurde.

 


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