Fulminanter Jahresabschluss

Ihren Tourabschluss und damit ihr letztes Konzert des Jahres haben die Beatsteaks mit Support von Shirley Holmes im ausverkauften Pier2 gespielt.

Beatsteaks

Bremen. Das Warten hat ein Ende – und was für ein Ende! Die Beatsteaks haben am Samstag ihren Nachholtermin im Pier2 wahr gemacht, nachdem sie Ende September noch krankheitsbedingt verschieben mussten. Sieben Wochen später steht die Berliner Rockband in der ausverkauften Halle und blickt in euphorische Bremer Gesichter. Dabei stellten sie ihr aktuelles Album „Please“ vor, den ersten Langspieler der Gruppe seit 2017. Insgesamt ist die 26 Songs umfassende Setliste aber eine Reise durch inzwischen fast drei Jahrzehnte Beatsteaks.

Schon beim Support-Act, dem Berliner Punkrock-Trio Shirley Holmes, herrscht im Pier2 eine in Teilen ausgelassene Stimmung, auch wenn das Publikum zu Beginn noch etwas zögerlich wirkt. Doch der energiegeladene Auftritt mit deutschsprachigen Texten und kräftigem Punk-Rhythmus zieht die Leute schnell in ihren Bann. Eine halbe Stunde dürften Drummer Chris und die zwei singenden Frontfrauen – Gitarristin Mel und Bassistin Ziggy – das Bremer Publikum aufwärmen. Eine Zugabe gibt es im nächsten Jahr auf ihrer eigenen Tour. Am 15. März kommen sie als Headliner ins Kulturzentrum Lagerhaus.

Nach der Umbaupause kommen sie, die Beatsteaks – pünktlich, voller Energie und bereit, das Pier2 zum Beben zu bringen. Mit dem ersten Gitarrenakkord von „Jane Became Insane“ ist sofort eine wilde Stimmung in der Halle. Die Band sorgt schon zu Beginn mit einer Mischung aus alten Klassikern und neuen Songs für ordentlich Auftrieb. Das Publikum ist sofort in Bewegung – vom ersten Moment an spürt man, dass hier jede*r die Beatsteaks liebt. Das Publikum singt lauthals mit, springt, tanzt und klatscht.

Arnim Teutoburg-Weiß und seine Bandkollegen haben sichtlich Spaß an diesem Abend. Die Interaktionen mit dem Publikum sind locker und herzlich, und der Humor kommt nicht zu kurz. Immer wieder gibt es kleine Anekdoten aus der langen Bandgeschichte, und beim Blick auf die jüngsten Konzertbesucher wird klar, wie viele Generationen die Beatsteaks mittlerweile erreichen. Es gibt keine Leisetreterei, der Sound ist kraftvoll und die Songs bis hin zu den Zugaben ein Erlebnis. „Hand In Hand“, „Frieda und die Bomben“ – und als krönender Abschluss „Atomic Love“. Jeder Song treibt das Publikum noch mehr an, bis der letzte Ton erklingt.

Ein weiteres Highlight: Peter Baumann übernimmt mit seiner Interpretation des Cover-Songs „Hey Du“ das Mikrofon – ein besonderer Moment in einem ohnehin schon denkwürdigen Abend. Ebenfalls bemerkenswert: Beim balladesken „What’s Coming Over You“ gönnt Arnim Teutoburg-Weiß seinen Stimmbändern Entspannung, lediglich begleitet von Thomas Götz am Klavier. Nach einem Abend wie diesem bleibt nur eines zu sagen: Die Beatsteaks sind und bleiben eine der besten Live-Bands des Landes – und Bremen hat sich diesen Abschluss mehr als verdient!

Seht euch hier unsere Konzertfotos an:

 


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