FRAUPAUL begeistern im Tower – mit Sternstab und Seifenblasen

FRAUPAUL haben authentischen Sound mit klarer Message in den Bremer Tower gebracht.

Foto: jk

Bremen. Es war alles andere als ein gewöhnlicher Herbstabend im Tower: FRAUPAUL aus Hamburg verwandelten den Club am Donnerstag in einen bunten Kosmos aus Seifenblasen und selbstgebastelten Sternstäben. Passend zum aktuellen Debütalbum „Hol mir die Sterne zurück“ wurden kurz vor dem „Titelsong“ ‚Sterne‘ kleine Sternstäbe ans Publikum verteilt – und als die ersten Takte erklangen, schwebten Seifenblasen quer durch den Raum. Die Fans ließen sich direkt mitreißen, und tanzten im Licht der Seifenblasen, die die Location in glitzernde Lichtpunkte tauchte, zu einer Show, die zwischen deutschem Indie, Rock und zackigem Pop-Punk pendelte.

Den Start in den Abend übernahm die Punk-Band Lichterfeld aus Osnabrück. Mit rotzigen, direkten Songs, klarer Haltung und energiegeladenem Auftreten gelang es ihnen, das Publikum schon früh auf Betriebstemperatur zu bringen. Ihre Musik ist emotional und tanzbar, mit mehrstimmigen Gesangslinien und einer live spürbaren Wucht, die den Raum bereits beim ersten Song erfasste. Lichterfeld zeigten, dass Punk nicht nur laut, sondern auch persönlich sein kann – ein passender Auftakt für einen Abend voller handgemachter Musik.

Das Publikum reichte von eingeschworenen Fans, die schon beim Einlass auf ein Autogramm hofften, bis zu neugierigen Erstbesuchern. Schon nach wenigen Minuten entwickelte sich die typische, intensive Club-Atmosphäre, für die der Tower bekannt ist. Im Mittelpunkt des Abends stand ihr Debütalbum „Hol mir die Sterne zurück“, das live noch einmal an Griffigkeit und Direktheit gewann. Songs wie „Folge deinem Herzen“ und „Ohowo“ wurden so druckvoll und ehrlich gespielt, dass selbst die letzten Reihen mitsangen – und bei den schnelleren Nummern wie „Leben“ entwickelte sich im Club eine mitreißende Dynamik, die immer wieder in kollektiven Refrains und tanzenden Fans gipfelte. Die Band wechselte zwischen NDW-Einflüssen und etwas raueren Punk-Passagen, blieb dabei aber stets so zugänglich, dass der ganze Raum Teil der Performance wurde.

Auch die Ansagen zeigten, FRAUPAUL sind nahbar und stolz auf ihren Weg. Sängerin und Bassistin Mary sprach offen darüber, dass sie seit kurzem als freiberufliche Musikerin arbeitet – ein großer Schritt, den sie sichtlich feierte und der beim Publikum spürbaren Zuspruch auslöste. So bleibt ein Abend voller empowernder Female-Power, leuchtenden Seifenblasen und Songs, die noch lange im Ohr bleiben. FRAUPAUL haben Bremen nicht nur musikalisch, sondern auch atmosphärisch ein Stück bunter gemacht.

Seht euch hier unsere Konzertfotos an:

 


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