DJ BoBo – Alles nur ein großes Abenteuer

In der ÖVB-Arena wurde am Freitag ein besonderes Spektakel geboten. Der Schweizer Künstler DJ BoBo spielte, mit neuem Album „The Great Adventure“ im Gepäck, eine packende, ausverkaufte Show.

DJ Bobo // Foto: Freddy Hellbernd
DJ Bobo // Foto: Freddy Hellbernd

Bremen. Schon beim Betreten der bis unters Dach gefüllten ÖVB-Arena wurde klar, dass heute eine beeindruckende Show bevorsteht. Fast bis zur Hallendecke erhoben sich die verschiedenen Ebenen der mit einem gewaltigen Steg ausgestatteten Bühne. Nach ein paar kleinen „Warm-up“-Spielchen à la „KissCam“ startete das Spektakel pünktlich um 20:00 Uhr. Die ersten Songs waren ausschließlich vom aktuellen Album „The Great Adventure“. Dabei wurde die imposante Bühne mit Animationen in einem Fantasy-/Aztec-Style angestrahlt, gerahmt von riesigen aufblasbaren Totem. Spätestens als mit „Respect Yourself“ der erste Hit des Abends angestimmt wurde, brachen beim Publikum die Dämme. Die Stimmung der Anwesenden wurde mit jedem Song ausgelassener, während die Show des Schweizers immer weiter an Fahrt aufnahm. Teilweise wusste man gar nicht, wohin man schauen sollte. Unzählige Tänzer auf und neben der Bühne, Akrobaten, welche in luftiger Höhe Kunststücke zeigten, eine Liveband und natürlich Front und Center DJ Bobo. Teilweise fühlte es sich eher an, auf einer ausgeklügelten Zirkusshow zu sein, als auf einem Konzert.

Weiter ging das Spektakel mit einer über die großen Projektionsflächen eingespielten Kim Wilde, mit welcher der Entertainer das Duett „I Believe“ anstimmte. Passend dazu gab es vorab eine kleine Anekdote seitens DJ Bobo, welche gewaltig den Nostalgiefaktor des Abends trieb. Als schließlich zur Mitte des Sets das Irene Cara-Cover des Flashdance-Hits „What A Feeling“ angestimmt wurde, brach ein wahres Flammenmeer in der ausverkauften Halle aus. Schon beeindruckend, dass der Schweizer auch Jahre nachdem der Eurodance-Hype vorbei ist, die größten Hallen bis unters Dach zu füllen vermag und nicht wie viele seiner Kollegen die Dorffeste der Republik bereist. Weiter ging das Feuerwerk mit tanzbaren Hits und einem enthusiastischen Publikum, welches jeden Song des Künstlers mitsang. Unzählige Kostümwechsel und Tanzeinlagen später, wurde es nun für kurze Zeit ruhig. Akustisch begleitet, wurde die Halle in ein Meer von Handylichtern getaucht. Das sollte aber nur kurz weilen, bis wieder ausgelassen das Tanzbein geschwungen wurde. Langsam bog die Show dann in die Zielgeraden ein. Mit „Chihuahua“ gab es noch ein weiteres Highlight im letzten Akt. Nach guten zwei Stunden wurde dann unter tosenden Applaus der Abend für beendet erklärt.

Natürlich gab es noch die obligatorische Zugabe. Hier ließ sich das gewaltige Ensemble nicht lumpen! Ein gigantischer Adler, der die gesamte Bühnenbreite überspannte, wurde unter das Hallendach gehoben. Dazu gab es viel Konfetti, als „There Is A Party“ angestimmt wurde. Auch hier erschlich einen das Gefühl, dass man eher einer ausgeklügelten Revue bewohnte, als einem reinen Konzert. Zum Abschluss gab es den großen Hit „Freedom“ des Schweizer Künstlers, bevor es mit einem breiten Grinsen nach knappen 2,5 Stunden nach Hause ging.

 


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