Alter Bridge – „What Lies Within Summer“-Tour 2026
Die Rocker von Alter Bridge gaben im Rahmen ihrer „What Lies Within Summer“-Tour 2026 eine von wenigen ausgewählten Clubshows im Pier2. Mit dabei hatten sie nicht nur ihre aktuelle Platte, sondern auch die Waliser von Cardinal Black als Support.

Bremen. Pünktlich um 19:30 Uhr standen die heutigen Opener Cardinal Black auf der Bühne des Pier2. Eine sehr ungewöhnliche Wahl, denn die Waliser gaben eine Mischung aus Jazz/Blues mit leichten Rockeinflüssen zum Besten. Die Anwesenden nahmen diesen Kontrast zum Headliner aber doch sehr gefällig auf und es gab die ersten Beifälle und Jubelrufe des Abends. Mich erinnerten die Waliser zeitweise sehr an eine moderne Interpretation des legendären Joe Cocker. Dies mag zum einen an der gewaltigen Stimme des Frontmanns Tom Hollister gelegen haben, welche ganz klar Ähnlichkeiten erkennen ließ. Zum anderen wurden zeitweise ausgedehnte Orgel- und Gitarren-Soli in die Songs eingebaut, was das Feeling der 60er-/ 70er-Jahre noch weiter bediente. Nach einer ausgedehnten Singalong-Passage ging das Set der fünf Herren langsam dem Ende entgegen. Nach knappen 30 Minuten verließen die Opener dann nach einer soliden, aber leider relativ unspektakulären Show die Bühne.
Nach einer blitzschnellen Umbaupause ging es an den Mainact des heutigen Abends. Alter Bridge starteten sogleich mit einem Doppelpack aus „Silent Divide“ vom aktuellen, selbstbetitelten Album und dem Kracher „Addicted To Pain“ in den Abend. Leider war der Sound zu Beginn der Show noch sehr undifferenziert, sodass man teilweise schon arge Probleme hatte, die einzelnen Songs zu unterscheiden. Das sollte sich zum Glück im Laufe des Abends legen und die Anwesenden konnten die mit Hits geladene Setlist genießen. Was mich wirklich wunderte, war die doch sehr geringe Auslastung der Venue. Das Pier2 war gerade einmal knapp zur Hälfte gefüllt, sodass der gesamte obere Bereich nicht besetzt war. Da hätte ich bei einem solch großen Namen einen größeren Andrang erwartet. Dadurch ließen sich die Anwesenden aber nicht stören und weiter ging es mit Krachern wie „Open Your Eyes“, oder „Broken Wings“. Bei Songs wie diesen war natürlich noch sehr der Einfluss der früheren Band Creed, welche 3/4 der Truppe ausmachen, zu spüren. Da muss ich nun nicht mehr erwähnen, dass es für die Herren um Mastermind Mark Tremonti ein Leichtes war, die Besucher um den Finger zu wickeln. Die Stimmung stieg merklich mit jedem Song, bis es mit „Watch Over You“ kurz ruhig und akustisch wurde. Besonders muss man an diesem Zeitpunkt die stimmliche Performance von Sänger Myles Kennedy hervorheben, welcher jeden noch so hohen Ton mit Perfektion traf. Weiter ging es wieder gewohnt rockig leider auch schon in den Endspurt des regulären Sets. Zuletzt gaben die Amerikaner natürlich ihren Hit „Metalingus“ zum Besten, welcher mit zahlreichen Publikumsspielchen ergänzt wurde. Nach einer kurzen Pause und unter lautem Applaus kamen die vier Herren für eine Zugabe zurück auf die Bühne. Mit „Blackbird“ und „Isolation“ ging es noch einmal richtig steil, bis der Abend nach knappen zwei Stunden vorbei war.
Seht euch hier unsere Konzertfotos an:
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