Fair-Weather-Fest Bandvorstellung: Jule
An dieser Stelle stellen wir einige Bands aus dem Line-Up des Fair-Weather-Fests vor.

Nach dem großen Erfolg der Premiere im Sommer 2025, kehrt das Fair-Weather-Fest in diesem Jahr zurück ins Bremer Steintorviertel. Das bewährte Konzept bleibt bestehen: Mehrere Indoor-Spielstätten – darunter das Kulturzentrum Lagerhaus, die Lila Eule, das Eisen und das Calavera – werden abwechselnd von nationalen und internationalen Acts bespielt. Ergänzt wird das Programm durch Überraschungsauftritte in Plattenläden, Tattoo-Specials und weitere besondere Aktionen.
Heute stellen wir die Künstlerin Jule vor, die eigentlich in Bremen keiner Vorstellung mehr bedarf. Aber es ist immer schön mit Jule zu sprechen, also machen wir es doch.
Dein Album ist jetzt drei Monate draußen, eine Tour gespielt. Wie fühlt es sich für dich an?
Es fühlt sich ehrlich gesagt immer noch ein bisschen surreal an. Drei Monate klingen kurz, aber es ist so viel passiert. Die Songs waren vorher nur in meinem Kopf und im Studio und plötzlich stehen da Menschen und singen sie mit. Das ist jedes Mal überwältigend. Die Tour hat mir gezeigt, dass die Lieder jetzt ihr eigenes Leben haben. Das loszulassen und gleichzeitig zu sehen, was sie anderen bedeuten, ist ein sehr besonderes Gefühl.
Du bist praktisch mindestens Halb-Bremerin, hast bisher aber immer im Eisen gespielt. Beim Fair-Weather-Fest wirst du auf einer anderen Bühne stehen. Cool?
Sehr cool. Das Eisen ist für mich ein kleiner Heimathafen in Bremen, da hängen viele Erinnerungen dran. Aber genau deshalb freue ich mich total, die Stadt mal aus einer anderen Perspektive zu erleben. Bremen fühlt sich für mich immer ein bisschen nach Zuhause an. Auf einer neuen Bühne zu stehen, macht das Ganze auf eine andere Art spannend und ich freue mich sehr.
Standard-Frage: Clubshow oder Festival? Wobei der Charme des Fair-Weather-Fests ja die Kombination aus Club und Festival ausmacht.
Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch gar nicht so viel Festivalerfahrung. Clubshows kenne ich besser und liebe ich sehr, weil sie so nah sind. Man sieht jede Reaktion und spürt direkt, was im Raum passiert. Gerade deshalb freue ich mich auf Festivals, weil es für mich noch etwas Neues ist. Ich mag die Vorstellung, vor Menschen zu spielen, die mich vielleicht noch nicht kennen, und sie für einen Moment mitzunehmen. Diese Mischung aus Nähe und Offenheit finde ich irgendwie toll.
Kannst du dir vor und oder nach einem Auftritt andere Bands ansehen oder brauchst du dann Ruhe?
Vor einem Auftritt brauche ich meistens ein bisschen Rückzug. Ich bin dann sehr bei mir und versuche, die Nervosität zu sortieren. Nach der Show ist es anders. Dann fällt viel ab und meistens bin ich dann ziemlich kaputt. Aber langsam gibt es Momente, wo ich danach noch Energie habe und hoffe, dass es dieses Mal genau so sein wird, damit ich mir andere Bands anschauen kann!
Gibt es etwas, worauf du dich beim Fair-Weather-Fest besonders freust?
Auf die Atmosphäre. Viele Bands, viele Begegnungen, kurze Wege und lange Gespräche. Und ganz konkret freue ich mich einfach darauf, wieder in Bremen zu spielen und bekannte Gesichter zu sehen. Das fühlt sich immer ein bisschen nach Heimspiel an.
Das Fair-Weather-Fest findet am 5. und 6. Juni 2026 de-zentral im Bremer Viertel statt. Hardtickets gibt es im Titus Skateshop an der Sielwall-Kreuzung oder online bei Tix For Gigs.
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