The Hirsch Effekt – Alle Jahre wieder. Ein Brauch?!
Die Hannoveraner Artcore-Band The Hirsch Effekt ist immer ein gern gesehener Gast. Dieses Mal hatten sie ihr im Januar erschienenes Album „Der Brauch“ mit im Gepäck. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, bei der Show im Tower dabei zu sein.

Bremen. Bei The Hirsch Effekt kann man sich so sicher, wie bei fast keiner anderen Band sein, dass sie auf einer Tour bei uns Halt macht. So spielten sie auch dieses Jahr im Tower, um den Bremer Fans ihr neues Album „Der Brauch“ standesgemäß zu präsentieren.
Nach betreten des sehr gut gefüllten Clubs, fiel als erstes das bereits aufgebaute Set der Hannoveraner auf. So sprangen die Hirsche bereits um 20:15 Uhr ohne Support-Act direkt auf die Bühne. Zum Beginn gab es aber erstmal eine gewaltige Breitseite vom wohl beliebtesten Album des Trios „Eskapist“. Tracks wie „Inukshuk“, oder „Xenophotopia“ wurden mit der gewohnt hohen Energie und Spielfreude der Hirsche dargeboten und diese Energie übertrug sich natürlich sofort auf das anwesende Publikum. Als die drei „Palingenesis“ anstimmten, brachen endgültig alle Dämme. Was aber auch kein Wunder darstellte, denn mit „Palingenesis“ haben die Jungs einen echten Brecher auf die Menschheit losgelassen, welcher ein wenig verdaulicher ist, als das sonst sehr technische Gefrickel, gepaart mit komplexen Songstrukturen. Wo wir nun bei komplexen Strukturen wären – das Set verschob sich ab diesem Zeitpunkt sehr zu den nachdenklichen, künstlerisch vertrackten Songs des aktuellen Albums. Hier war es eindeutig zu sehen, wie sehr sich die drei Herren musikalisch entwickelt haben. „Der Brauch“, „Der Faden“ und „Die Brücke“ wären nur ein paar Nummern der aktuellen Platte, welche hoch emotional dargeboten wurden. Die Songs wurden vom Publikum dankend angenommen, auch wenn diese einen klar anderen Vibe als die bekannten Stücke besitzen. Aber nun ging es auch schon mit „Otus“ zum letzten Song des offiziellen Sets. Nach einer kurzen Pause, kamen die Hannoveraner unter lautem Applaus zurück auf die Bühne. Anstatt, dass die Hirsche noch einmal richtig Gas geben, wurde es nun ruhig und akustisch. Untermalt mit klassischer Gitarre und Cello, wurden „Brauch Reprise“ und „Agitation“ dargeboten. Ein echter Gänsehaut-Moment! Aber so wollten die Herren das Publikum wohl nicht nach Hause gehen lassen! Zum Abschluss wurde es wieder hart und elektrisch und mit „Lifnej“ noch einmal ein absoluter Knaller hervorgeholt. Somit konnten die Anwesenden nun nach einer gewaltigen Spielzeit von 120 Minuten den Club verlassen und sich auf den Heimweg machen.
Seht euch hier unsere Konzertfotos an:
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