Anprangernder Indie-Pop im Tower

Kapa Tult spielen auf „Immer alles gleichzeitig“-Tour nächstes Jahr mit neuer Musik in Bremen.

Foto: Karine Bravo

Bremen. Nach dem tollen Erfolg ihres kleinen Indie-Hits „1/2 Cappuccino“ sind Kapa Tult aus Leipzig im Herbst den nächsten Schritt gegangen. Ihre neue Single „Es bringt mir nichts“ (aufgenommen mit Produzenten-Wizard Moses Schneider) klingt roher und dringlicher als die bisherigen Veröffentlichungen der Band, und bringt typische Kapa Tult-Themen auch musikalisch auf den Punkt: Hoffnungslosigkeit, Eskapismus, Pessimismus, etwas am großen Ganzen ändern wollen, aber nicht wissen, wie. Und trotz all dem „in your face“ gibt’s noch mehr Spielfreude – und das ganz ohne Schnickschnack und Overdubs. Irgendwie klingt es fast grungy (jedenfalls für eine Popband) und der NDW-Touch mit simplen, aber äußerst eingängigen Keyboard-Melodien ballert wieder im typischen Kapa-Tult-Kult.

Kapa Tult, bestehend aus Inga (Gitarre, Gesang), Robin (Keys), Angi (Drums, Gesang) und Neu-Bandmitglied Raphael (Bass), prangern die banalen Missstände unserer Zeit an: Zu viele schlechte Hollywoodfilme, zu wenig Therapieplätze. Außerdem: Keine Lecktücher in Supermärkten, Bootycalls, die sich als Carecalls enttarnen und Freund*innen, die immer busy sind – „weil alle die Welt oder sich selbst verbessern“.

Am Freitag, den 13. März treten Kapa Tult in Bremen im Tower Musikclub auf. Tickets für das Konzert gibt es im Vorverkauf.

 


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