Thundermother – Dirty & Devine
Vergangenen Samstag gab sich das schwedische Rock'n'Roll-Powerhouse Thundermother im Schlachthof die Ehre. Mit dabei hatten die vier Damen ihr neues Album „Dirty & Devine", sowie die niederländische Heavy-Metal-Formation Cobra Spell als Support.

Bremen. Vor einer beachtlich gefüllten Kesselhalle legte pünktlich um 20:00 Uhr der heutige Support los. Die niederländischen Newcomer von Cobra Spell feuerten dem wartenden Publikum gleich ihre Single „666“ vor die Füße. Erstaunlich tight und voller Spielfreude kam die Band um Chefgitarristin Sonia rüber – was erstaunlich war, da die Band in letzter Zeit mehr Musiker verschlissen hat, als man an beiden Händen abzählen könnte. Dennoch nahmen die Anwesenden die Mischung aus dem älteren Warlock-Stil mit einer gewaltigen Kelle Glam-Metal sichtlich gut an, sodass der Bühnenbereich der Kesselhalle bombenvoll war. Es wurde ein Solo nach dem anderen aufs Griffbrett gezaubert, während jede erdenkliche Pose à la Mörtley Crüe abgearbeitet wurde. Nach knappen 30 Minuten wurde dann auch schon der letzte Song angestimmt und die Band verließ unter lautem Applaus ohne Zugabe die Bühne.
Nach knapp 30 Minuten Umbaupause waren nun die Schwedinnen von Thundermother an der Reihe. Von Beginn an legten die vier Damen mit voller Power los und der an AC/DC erinnernde Rock’n’Roll stieß sofort auf den richtigen Nerv der Anwesenden. Leider spielten die Schwedinnen mit einem um Klassen schlechteren Sound, als noch ihr Support vorab – was es teilweise sehr schwierig machte, einige Passagen zu erkennen, geschweige denn durch die unsagbar laute Gitarre genießen zu können. Sehr schade, da ich die Band in diesem Line-Up noch nicht gesehen hatte, denn die Truppe um Gitarristin Filippa hat einen ähnlichen Verschleiß an Musikern, wie ihr Support. Das sollte aber der einzige Minuspunkt des Abends sein, denn Thundermother gaben Vollgas und Songs wie „Take The Power“, „Loud And Free“ und „Can You Feel It“ gingen besonders gut rein und wurden standesgemäß gefeiert. Nach einem kurzen Ausflug ins Publikum von Sängerin Linnéa, welche seit 2023 das Mikrofon in der Band hält, gab es noch ein ausgiebiges Drumsolo, bevor der letzte Akt der Show eingeläutet wurde. Weiter ging es über „Hellevator“ und „Speaking Of The Devil“, bevor mit Unterstützung der Support-Band der Hit „Driving In Style“ angestimmt und somit auch das Ende des Konzerts eingeleitet wurde.
Seht euch hier unsere Konzertfotos an:
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