Reload Festival 2025 – Die Highlights unserer Redaktion
Das Reload Festival in Sulingen gehört mittlerweile zu den stetigen Begleitern unserer Redaktion. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, uns durch das Line-Up zu wühlen und euch unsere Highlights zu präsentieren.

Bremen. Mittlerweile pilgern jedes Jahr knapp 18.000 Zuschauer in das beschauliche Sulingen, ca. 50 Kilometer vor den Toren Bremens. Natürlich sind wir auch auch dieses Jahr zum 20-jährigen Bestehen des Festivals für euch dabei. Zwar bietet das gesamte Line-Up grandiose Acts aus allen erdenklichen Genres der härteren Gitarrenmusik, dennoch haben wir uns für euch durch alle Bands gearbeitet und stellen nun unsere Highlights und Empfehlungen des Festivals vor.
Hier die Highlights von Marius:
Starten wir Donnerstag mit der letzten Band des Tages, Fear Factory auf der Plaza Stage. Die Industrial/ Groove Metal-Combo aus Los Angeles sollte den meisten wohl ein gängiger Begriff sein. Mich begleitet die Truppe seit dem 98er-Frühwerk „Obsolete“, welche eine der ersten Platten war, die ich damals mein Eigen nennen durfte. Leider hat die gesangliche Leistung des Originalsängers Burton C. Bell mir nie getaugt, sodass es für mich immer mit einem gewissen „Geschmäckle“ verbunden war, die Band live zu sehen. Umso mehr bin ich auf die Performance des neuen Frontmannes Milo Silvestro gespannt und darauf, ob die Songs nun ihre brachiale Wirkung entfalten können.
Weiter geht’s am Freitag, ebenfalls auf der Plaza Stage und ebenfalls mit einer Band, welche kürzlich ihre Stimme gewechselt hat. Rivers Of Nihil haben womöglich mein persönliches Album des Jahres auf den Markt geschmissen. Der Einstieg des vorherigen „Black Crown Initiate“-Gitarristen Adam Biggs brachte den Tech-Deathern aus Pennsylvania nicht nur einen grandiosen Clean Gesang, sondern auch eine gewaltige Portion Progressivität in den Sound. Ich freue mich schon auf das Doppelpack von „House Of Light“ und „Water & Time“.
Ebenfalls am Freitag gibt es mein persönliches Highlight des Festivals! Gojira sollten als Headliner keine Fragen offen lassen. Für mich wird es die erste Show der Franzosen sein – und ich bin schon sehr gespannt, was das Quartett auf der Mainstage für eine Show abreißen wird.
Meine Empfehlung für Samstag sind die vier Damen von Crypta. Nachdem die Ladies letztes Jahr den Bastard Club Osnabrück mit ihrem Old-School Deathmetal in Grund und Boden gerissen haben, freue ich mich schon tierisch auf die Sause und bin sehr gespannt, ob die Brasilianerinnen den Vibe auch auf eine große Festivalbühne bringen können.
Nun kommen wir zu Marcels Empfehlungen:
Erstmals gibt es beim Reload Festival in diesem Jahr schon am Donnerstag Programm auf der Mainstage – passend zum 20-jährigen Bestehen. Doch die Frühanreisenden bekommen sogar noch eher Live-Musik auf die Ohren. Bevor die MoreCore-Party das Warm-Up des Festivals in der Tentstage vor den Toren des Infields abschließt, stehen dort ab 17 Uhr Give Me Rain auf der Bühne. Die Bremer Metal- und Post-Hardcore-Band hat gerade ihre Live-Premiere auf dem Wacken Open Air gefeiert und präsentiert die Songs ihrer Debüt-EP „Love Until Decay“.
Ebenfalls auf der Tentstage spielt am Donnerstag um 17 Uhr das Bremer Alternative-Rock-Duo Below Zero. Von Local Heroes als „bester Live-Act“ ausgezeichnet und mit dem Rückenwind von bisher 15 Festivalshows diesen Sommer (u.a. Wacken, Hütte Rockt und Breminale), wollen sie mit energischer Bühnenpräsenz und mitreißender Show in der Zeltbühne begeistern. Im Gepäck haben sie ihre Debüt-EP „Blood In The Water“ und sicher auch die neue Single „Too Blind To See“, die am Folgetag offiziell erscheinen wird.
Wer sich am Freitag den Wecker zeitig stellt, erlebt die wohl unterhaltsamste Stunde des diesjährigen Reload Festivals. Ab 10:30 Uhr feuert Mambo Kurt Hits auf seiner Heimorgel ab – der Alleinunterhalter und Kult-Musiker covert Songs von Rage Against The Machine über ABBA bis Lykke Ly mit ganz viel (Selbst)Ironie und Humor. Klingt kurios, ist es auch und fällt in die Kategorie: Da muss man definitiv dabei gewesen sein!
Richtig guten Punk und Hardcore bringen Shoreline am Samstagmittag auf die Plaza Stage. Die Gruppe aus Münster zeigt, wie man thematische Vielfalt mit starker Dynamik und sehr emotional aufgeladenen Songs kombiniert. Wut, Hoffnung und Melancholie existieren nebeneinander bei Klängen von Emo über Indie bis Punk und Post-Hardcore. Vielschichtig, engagiert, mit großem DIY-Spirit und garantiert absolut mitreißend.
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