So war das letzte Horn to be Wild Festival

Am Samstag hat zum letzten Mal das Horn to be Wild Festival in Bremen-Horn stattgefunden.

Alenna Rose auf dem Horn to be Wild Festival 2025. Foto: jk

Bremen. Mit dem Horn to be Wild Festival 2026 hat am Samstagabend die letzte Ausgabe des ehrenamtlich organisierten Festivals im Rhododendron-Park in Bremen-Horn stattgefunden.

Zum Ausklang des Festival-Sommers findet das Horn to be Wild in seinem elften und letzten Jahr Anfang September statt. Pünktlich vor Beginn um 16 Uhr regnen sich die Wolken über Bremen noch einmal ordentlich aus. Danach kommt die Sonne durch und bietet den zahlreichen Besuchenden bestes Spätsommerwetter.

Nachdem es im letzten Jahr anlässlich des 10. Jubiläums noch zehn Bands auf zwei Bühnen zu bestaunen gab, liegt der Fokus in diesem Jahr wieder auf einer Bühne, auf der zwischen kurzen Umbaupausen insgesamt sechs Acts auftreten. Davon ab wartet das Festivalgelände gewohnt familienfreundlich auf. Den Besuchenden ist es erlaubt, eigene Picknickdecken mitzubringen und zur Unterhaltung sind Tischtennisplatten, Beer Pong Tische, Tischkicker und weitere Spiele aufgebaut. Highlight in diesem Jahr ist ein riesiger Turm, an dem Klein und Groß ihre Kletterkünste unter Beweis stellen können. Auch für das leibliche Wohl ist mit diversen Essens- und Getränkeständen gesorgt.

Wie in den vergangenen Jahren gelingt den Veranstalter*innen auch bei der letzten Ausgabe ein harmonisches Line-up aus jungen lokalen Künstler*innen sowie aufstrebenden Acts der deutschen Indie-Pop-Szene. Für das lokale Programm und den musikalischen Startschuss sorgen zunächst die beiden Bremer Acts orcah und Alenna Rose mit ihrer vierköpfigen Band. Beide Acts wissen vor allem durch ihre Live-Performances zu begeistern. CARLI tritt wiederum deutlich reduzierter auf. Sie wird nur von einem Gitarristen/Bassisten begleitet und greift gelegentlich selber zur Gitarre. Bemerkenswert ist, dass die beiden heute zum ersten Mal und ohne vorherige Probe gemeinsam musizieren.

Während die Sonne nach und nach hinter den Bäumen hinter der Bühne verschwindet, treten nun Cordoba78 auf. Die fünfköpfige Band aus Österreich bringt heute die meisten Instrumente mit und sorgt hiermit für einen funkig-souligen Einschlag. Mit frytz sehen wir anschließend wieder einen Solo-Künstler, der sich allerdings als Multi-Instrumentalist versteht. Seine elektronisch angehauchten Songs startet er zunächst ruhig und gefühlvoll an der E-Gitarre, bevor treibende Beats und Synths einsetzen. Sogar am Schlagzeug nimmt der Sänger und Produzent für ein Drum-Solo Platz.

Um kurz nach neun kommen die Veranstalter*innen für einen besonderen Moment auf die Bühne. Wie in jedem Jahr bedankt sich das Team bei ihren zahlreichen Unterstützer*innen. In diesem Jahr fällt die Danksagung allerdings etwas länger aus. Die letzten Jahre werden emotional rekapituliert und der Moment wird mit einem Foto von der Bühne mit den Gästen im Hintergrund für die Ewigkeit festgehalten.

Als letzter Act des Horn to be Wild Festivals jemals geht Dilla in die Geschichtsbücher ein. Gemeinsam mit Drummer und Gitarrist bewegt sie sich irgendwo zwischen Indie-Rock und Pop. Es ist nun vollends dunkel geworden und bei einsetzendem Nieselregen performt die Sängerin mit ihrer einzigartigen Stimme auch ein paar Balladen. Bei ihren elektronischen Hits wie „unter ihrem dress“ und „photosynthese“ steht Dilla dann alleine auf der Bühne, getrieben von dynamischen Beats. Die Stimmung steigt noch einmal auf den Tageshochpunkt, bevor das Festivalgelände pünktlich bis 23 Uhr geräumt werden muss.

Unsere Bilder des Tages findet ihr hier.

 


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