Hardcore Holiday in Bremen – Dead Fish aus Brasilien zu Gast im Eisen

Am vergangenen Samstag machte die größte brasilianische Hardcore-Band auf ihrer Europatour für ein Konzert Halt in der Stadt.

Foto: Fernando Guerrero

Bremen. Am vergangenen Samstag bekommt das Eisen einen einzigartigen brasilianischen Anstrich in den schönsten Farben, die das Hardcore-Genre zu bieten hat. Die Band Dead Fish spielt ein einmaliges Konzert in der Eckkneipe.

Was heißt Hardcore eigentlich auf Portugiesisch? Ähm, Dead Fish.

Das wissen Fans schon lange und so ist das Eisen an diesem Abend rappelvoll. Die Mehrheit der Zuschauer*innen stammen aus dem Heimatland der Band, einige sind extra angereist, um die Band in kleiner Location erleben zu können. Die Band befindet sich aktuell auf Europatournee und spielte zuletzt etwa beim Punk Rock Holiday in Slowenien. Als nächste Etappe steht das SO36 in Berlin auf dem Plan.

Wer schon einmal ein Konzert im Eisen erleben durfte weiß, es geht dabei nie darum, einfach nur ein Konzert anzusehen. Der Raum besitzt durch seine vergleichsweise geringe Größe und das einzigartige Flair eine besondere Magie. Die Band steht auf dem kleinen Podest, das Publikum davor und dann kommt auch schon der Tresen. Viel Energie auf kleinem Raum. Das sorgt immer für die Momente, die Livemusik so besonders machen.

Und wenn dann noch eine Band spielt, die von sich schon eine ganz eigene, langegehegte Energie mitbringt, dann wird es meist sehr besonders. Auch an diesem Abend.

Sänger und Frontmann Rodrigo Lima, bereits seit Bandgründung im Jahr 1991 dabei, ist dabei das Bindeglied zwischen Band und Publikum.  Er wirft sich stagedivenderweise in die Arme der Anwesenden, steht direkt vor ihnen und singt ihnen die Songs mitten ins Gesicht, sie tun es ihm gleich, Lima steigt auf Bänke und gibt jede*m Einzelnen das Gefühl die einzige Person im Raum und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft zu sein. Die Freude des Publikums ist in jedem Moment greifbar.

Die Band um Marcos Melloni (Drums), Rick Mastria (Gitarre), Igor Tsurumaki (Bass) trägt ihr Übriges zum Erfolg dieses lauten, hitzigen und schweißtreibenden Abends bei. Dead Fish Hardcore.

Und so nahmen sie mich mit auf eine wilde Reise, bei der ich erst viel später, nach Ende des Konzerts, bemerkte, dass Lima alle Ansagen auf Portugiesisch machte. Verstehe ich nicht, vom Sprechen ganz zu schweigen. Aber manchmal versteht man sich einfach.

 


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