Eine Welle mit Druck beim Hellseatic

Hellseatic – Vom 09.09. bis 10.09.2022

Bremens Festival für Metal, Hardcore, Death und Thrash in der Bremer Woll-Kämmerei in Blumenthal bestätigt die ersten Bands.

Bremen. In dieser Bandwellle steckt ordentlich Druck. Nachdem die Bremer Doom-Götzen Mantar bereits für die zweite Ausgabe des Hellseatic in der Woll-Kämmerei in Blumenthal bestätigt waren, folgt nun der Nachschub. Das Bremer Vorzeige-Festivals für Metal, Hardcore, Death und Thrash legt mit sieben Bands nach. Am 9. und 10. September 2022 sind unter anderem The Ocean Collective oder Konvent dabei.

Mit The Ocean Collective sicherten sich die Veranstalter einen der aktuell wohl angesagtesten progressiven Post-Metal-Bands. Bereits im März vergangenen Jahres lud das Hellseatic die Band ein, eine digitale Live-Session im Rahmen des Club100 Programms im Bremer Pier 2 zu spielen. Das Konzert wurde eines der bestverkauftesten Streamingshows im Club 100 und wurde kürzlich nicht nur auf Youtube, sondern auch auf Vinyl (hier) veröffentlicht.

Die dänische Band Konvent veröffentlicht in Kürze ihr Zweitlingswerk „Call down the Sun“ bei Napalm Records. Die vier Musikerinnen setzen Dänemark zurück auf die Doom-Weltkarte und sind Pflichtprogramm für jeden Doom und Death-Metal-Fan.

Necrotted bringen ihren Brutal Death Metal aus Baden-Württemberg erstmals auf eine Bremer Bühne. Fans von Bands wie Stillbirth, Benighted oder Cytotoxin werden ihre Freude an dieser süddeutschen Dampfwalze haben.

Neànder sollten jedem Post-Metal Fan mittlerweile ein Begriff sein. Die 2017 gegründete Berliner Band besteht aus Mitgliedern von Earth Ship, And und Casper. Spätestens jetzt sollten alle Anhänger der düsteren Musikfraktion hellhörig geworden sein. Bereits im letzten Jahr standen Neànder im Line-Up vom Hellseatic, die Band musste aber alle ihre Konzerte aus persönlichen Gründen abgesagt. Fingers are crossed, dass es dieses Jahr die massive Soundwand zu hören gibt.

Kabbalah, übersetzt „das Überlieferte“ – die dort aufgezeigte Suche nach einer Beziehung zu Gott hüllt sich in mystische Texte. Genauso mystisch ist auch die Musik dieser spanischen Band. Die drei Damen huldigen dem Okkult-Rock der 70er Jahre und das mit Niveau. Warmer Gitarrensound, psychedelische Melodien, sakraler Gesang und treibende Drums lassen das Proto-Doom Herz höher schlagen.

Die Bremer Flagge halten die Bands Fear Connection und Judas Hengst hoch. Erstere haben nach sieben Jahren Bandbestehen im Oktober ihr Debüt veröffentlicht und eine Menge Annerkenung von der Death und Thrash-Community geerntet. Judas Hengst sind nach ihrem 2019er Debütwerk „Death Tapes“ aktuell wieder im Studio und werden noch dieses Jahr neues sludgig-noisiges Material veröffentlichen.

Der Rückblick

Im Rückblick erscheint es wie ein tiefschwarzer Traum, teilen die Organisatoren des Hellseatic mit: Zwei Tage ungezähmter, kollektiver Musik-Genuss und 14 Bands feiern mit täglich 800 Metal-Fans die Liebe zum tonnenschweren Gitarren-Sound. Tatsächlich stand die Erstausgabe des Hellseatic-Festivals im vergangenen Jahr mit Ausbruch des Corona-Virus taumelnd auf der Kippe vor dem Aus: Nach zwei Verschiebungen und immer neuen Auflagen schien eine Verwirklichung von Bremens erstem Metal-Weekender schier unmöglich.

Kreativität, Durchhaltevermögen, der Mut zu unkonventionellen Lösungen und die Unterstützung durch das Bremer Wirtschaftsressort machten den gemeinsamen Traum des Hellseatic-Kollektivs dennoch wahr. Mit der Unterstützung von über Hundert ehrenamtlichen Helfenden schufen die Veranstalter*innen auf dem Gelände der Wollkämmerei Bremen Blumenthal ein Wochenende lang eine Oase der Live-Musik inmitten der brach liegenden Konzert-Landschaft.

„Die Erinnerung an dieses Fest der Bremer Subkultur mache Mut und nähre die Vorfreude auf die nächste Ausgabe des Hellseatic Festivals“, sagt Veransalterin Andrea Rösler. Am 9. und 10. September sollen am bewährten Ort Bands aus allen Spielarten des Metal, Stoner, Postrock und verwandten Genres auftreten.

Alle wichtigen Informationen werden nach und nach unter www.hellseatic.de veröffentlicht. Tickets in der zweiten Preistufe kosten 85 Euro, verkauft werden sie bei Nordwest-Ticket und Hot Shot Records.

 


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