Vor Auftritt in Bremen: Neonschwarz im Interview

Heute Abend tritt die Gruppe um Marie Curry im Schlachthof auf, es gibt noch Tickets an der Abendkasse.

Foto: Robin Hinsch

Bremen. Mit spielstarkem Hip-Hop treten Neonschwarz heute Abend im Kulturzentrum Schlachthof auf. Im Oktober ist ihr drittes Studioalbum „Clash“ bei Audiolith Records erschienen. Heute Abend springen Marie Curry, Johnny Mauser, Captain Gips und Spion Y wieder auf die Bühne. Vorher haben sie uns ein paar Fragen beantwortet.

Zuletzt seid ihr Ende 2016 im Bremer Schlachthof aufgetreten. Welche Erinnerungen habt ihr an den Auftritt?

Johnny Mauser: Das war ein ganz besonderer Abend, weil wir mit befreundeten Bands zusammen gespielt haben und das Ganze ein Solidaritätskonzert für die Angehörigen der Opfer des rassistischen Brandanschlags in Mölln war.

Spion Y: Wir mögen auch die Location, weil der Schlachthof legendär ist und ein bisschen wie ein Amphitheater gebaut.

Gibt es etwas, das euch als Hamburger mit Bremen verbindet?

Marie Curry: Ich komm ursprünglich aus Diepholz, das ist ja quasi um die Ecke. Deshalb war ich früher sehr, sehr oft in Bremen und bin immer noch gerne da. Hab sogar mal ein Praktikum im Theater am Goetheplatz gemacht.

Johnny Mauser: Als St. Paulianer ist einem Bremen ganz sympathisch J

Welche Botschaften möchtet ihr den Hörern eures Albums und den Besuchern eures Konzerts mit auf den Weg geben?

Johnny + Marie: Es ist nicht so, dass wir ein Konzert spielen oder Songs schreiben mit dem Ziel, eine Botschaft zu verbreiten. Trotzdem gehen die Besucher*innen durch unsere Songs und Ansagen sicherlich mit einigen gedanklichen Anregungen nach Hause und das ist auch gut so. In einer Zeit, in der der gesellschaftliche Rechtsruck auf vielen Ebenen spürbar ist, ist es uns wichtig, uns klar dagegen zu stellen und die Leute zu motivieren, nicht aufzugeben und sich für eine solidarische Welt einzusetzen.

Der Titel eures aktuellen und erfolgreichsten Album lautet „Clash“, übersetzt „Konflikt“ oder „Zusammenprall“. Was möchtet ihr damit ausdrücken?

Johnny Mauser: Es ist aktuell wichtig, sich klar zu positionieren – wenn es darum geht, Geflüchtete zu supporten, wenn global autoritäre Führer ihre Macht ausspielen oder Wälder zu Gunsten wirtschaftlicher Interessen abgeholzt werden – dann sollte es clashen! Uns geht es aber natürlich nicht nur darum, gegen alles zu sein, sondern auch darüber zu reden, was man cool zusammen erreichen kann. Dafür steht Neonschwarz auch.

Ihr habt schon einige Tourkonzerte gespielt, vom persönlichen Mini-Club in Lüneburg bis zu größeren Clubs. Welche Erlebnisse hattet ihr auf der bisherigen Tour?

Spion Y: Die können wir kaum alle aufzählen!! Bisher ist es die beste Tour, die wir je gespielt haben und wir sind sehr glücklich.

Worauf können sich die Fans heute Abend im Schlachthof freuen?

Captain Gips: In erster Linie machen wir wirklich fast durchgehend Party auf der Bühne. Es gibt nur einige wenige Tracks, bei denen die Leute mal kurz durchatmen dürfen 🙂 Ich bin echt nach jedem Konzert komplett durchgeschwitzt. Also ich glaube, wir bekommen das live ganz gut hin, Message und Abriss zu kombinieren, so dass jede mit einem antifaschistischen Grinsen nach Hause geht und zu Hause erstmal das T-Shirt wechseln muss.

Tickets für das Konzert heute Abend gibt es noch fix als Print@Home-Variante oder an der Abendkasse im Schlachthof. Los geht’s um 20 Uhr.

 


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