Eine Ode ans Leben

Vergangenen Mittwoch traten AnnenMayKantereit zusammen mit ihrem Support Alli Neumann im Kulturzentrum Schlachthof auf.

AnnenMayKantereit (c) loe

Bremen. AnnenMayKantereit haben mittlerweile Fuß gefasst in der deutschen Musikbranche. Sie füllen große Hallen und ihre Konzerte sind fast immer ausverkauft. Die vier Kölner um Henning May, Severin Kantereit, Christopher Annen und Malte Huck treffen mit ihren lebensnahen Songs um Liebe, Familie und Alltag den Nerv der Zeit. Umso größer war die Freude als sie vergangenes Jahr eine Clubtour verkündeten und auch Bremen mit einem Konzert in der Kesselhalle des Bremer Schlachthofs auf dem Plan stand. Schnell war auch dieses Konzert ausverkauft.

Vor einiger Zeit verkündete die Band dann die Tour-Supports. In Bremen durfte Alli Neumann, eine junge Sängerin aus Flensburg den Abend eröffnen. Ihre Stimme ist kratzig und hat Wiedererkennungswert, ihren Sound könnte man als frechen, modernen Pop beschreiben. Mit dabei hatte sie eine Band mit Gitarristen, Bassistin, Schlagzeuger und Keyboarder. Eine gute halbe Stunde heizte sie dem Publikum ein, welches sich den Namen der 21jährigen merken sollte. Schon jetzt gibt es erste Festivalbestätigungen für diesen Sommer. So verkündete jüngst das Festival Rocken am Brocken, dass sie einen Slot spielen wird.

Gegen 21:00 Uhr betraten AnnenMayKantereit dann die Bühne. Ohne große Show, nur mit einigen im Halbkreis aufgestellten Lampen stiegen sie mit „Marie“ direkt mit einem Song ihres aktuellen Albums „Schlagschatten“ ein. Es folgt eine neunzigminütige Show, bei der das Publikum ausnahmslos jeden Song mitsingen konnte. Es sind die Songs ohne Firlefanz, die begeistern und auch einen Einblick in die Gefühlswelt der Band gewähren, da nicht nur Liebeskummer, sondern auch Alttägliches beim Songwriting verarbeitet wird. Gegen 22:20 Uhr verbeugen sich AnnenMayKantereit auf der Bühne und verabschieden sich unter nicht enden wollendem Applaus. Auf die Bühne kehren sie für eine Zugabe vorerst allerdings nicht wieder, denn kurz darauf bahnen sie sich ihren Weg zum Mischpult, welches seinen Platz etwas höher gelegen auf den großen Stufen findet. Dort standen seit Beginn des Konzerts zwei Mikrofone, die bereits Spekulationen zuließen. Es folgt ihr neuestes Werk „Ozean“ und auf Henning Mays Bitte die Handys doch bitte aus seinem Gesicht zu nehmen, folgt ein ebenfalls sehr emotionaler Song. Danach wird sich für das große Finale ein Weg zurück auf die Bühne gebahnt und es folgt „Ich geh heut nicht mehr tanzen“.

Setlist:

  1. Marie
  2. Nur wegen dir
  3. Jenny Jenny
  4. Es geht mir gut
  5. Du bist anders
  6. Schon krass
  7. Weiße Wand
  8. Nicht nichts
  9. Alle Fragen
  10. Barfuß am Klavier
  11. Sieben Jahre
  12. Länger bleiben
  13. Oft gefragt
  14. Freitagabend
  15. 21,22,23
  16. Pocahontas

Zugabe:

  1. Ozean
  2. Ich geh heut nicht mehr tanzen

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