Faakmarwin mit Release-Konzert und neuer Single

Faakmarwin – 15.02.2019, 20:00 Uhr, Tower Musikclub

Im Interview sprechen die Bremer Faakmarwin über ihre neue Veröffentlichung - Konzert am 15. Februar im Tower Musikclub.

Foto: Drop Images

Bremen. Freitag erscheint die neue Single von Faakmarwin mit dem Titel „Ich kann’s nicht mehr hören“. Er ist die erste Veröffentlichung mit dem neuen Label Downbeat Records, bei dem sich auch Künstler wie Seeed, Bausa und Fibel austoben. Entstanden ist der Song mit Jen und Raphi von Grossstadtgeflüster und Produzent Chriz Falk (u.a. Jennifer Rostock und Marteria).

Faakmarwin spielen hüpfende Liveshows und begeistern ihre Fans mit ihrem deutschen Rap, der auf Indie-Rock und Popmelodien prallt. Auf den Club- und Festivalbühnen rasten die Musiker nicht weniger aus, als ihr Publikum. Viel neues Material ist in den letzten Monaten entstanden, im Frühjahr wird es Track by Track neue Releases über Downbeat geben. Wir sind gespannt auf die neue Musik!

Am 15. Februar spielen Faakmarwin zu diesem Anlass ein Release-Konzert im Tower Musikclub. Veranstalter des Spektakels ist Hafensänger Konzerte. Tickets gibt es günstig im Vorverkauf.

Eure Single trägt den Titel „Ich kann’s nicht mehr hören“ – was genau denn nicht?

Wahrscheinlich kennst du das auch. Es gibt diese eine Person in deinem Leben, die du unfassbar gern hast oder sogar liebst, die dich aber gleichzeitig wie keine andere davon abhält glücklich zu sein. Was oft mit Kleinigkeiten, Streiterei, etc. beginnt, kann sich schnell zu einer riesigen schwarzen Gewitterwolke entwickeln die zu deinem permanenten Begleiter wird. Zu Beginn stört dich das nicht, du verkraftest und verzeihst vieles, weil dir der Andere wichtig ist. Doch nach und nach bekommst du immer mehr das Gefühl, dass sich dieser Mensch von deiner Fürsorge und deinem Verständnis ernährt und dir immer mehr die Kraft fehlt das zu ertragen. Jeder Satz, jedes einzelne Wort, ein kleiner Seufzer oder nur ein Blick dieser Person werden für dich zu purem Gift. Doch du schluckst dieses Gift immer weiter, weil dir die Person so unfassbar wichtig ist.

Deshalb nehmen solchen kaputten Beziehungen oft kein Ende. Du quälst dich weiter, bis zu dem Moment, wo alles aus dir rausbricht, weil du es einfach „nicht mehr hören kannst“.

Aber auch ansonsten ist die Liste mit anderen Themen, die wir aktuell nicht mehr hören können, sehr lang.

In welche Richtung geht es musikalisch – wie klingt eure neue Single?

Musikalisch sind wir wohl ein ganz schönes Stück mehr Hip-Hop geworden. Wir haben festgestellt, dass gerade die gerappten Strophentexte manchen klaren Beat brauchen, um Gehör zu finden. Die Rap-Parts fusionieren dann immer wieder mit leichten Gesangsmelos und münden meist in gesungen (gerne mal) großen Hooks. Alles in allem sind die Instrumentals noch etwas druckvoller und aufgeräumter geworden, der Bass elektronischer, das Klangbild urbaner. Die neuen Songs sprechen gerade soundtechnisch dieselbe Sprache. Uns war dabei immer wichtig, zwei Welten miteinander zu vereinen, die eigentlich schwer zusammengehen: Zum einen die druckvolle, energetisch-ekstatische Welt, in der es darum geht sich selbst zu vergessen. Zum anderen eine Welt in der es um Geschichten geht, die zum Nach- bzw. Mitdenken anregen. Zumal letzteres gefühlt und leider immer mehr Relevanz im Mainstream zu verlieren scheint. Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, diese Welten zusammenzubringen.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Grossstadtgeflüster entstanden?

Unser Management „Bassstadt“ war einige Jahre auch für Grossstadtgeflüster tätig und hatte das Gefühl, dass wir als Typen und musikalisch gut zusammenpassen könnten. Nach einem Kennenlernen und ein paar gemeinsamen Writingsessions haben wir uns einander tatsächlich ziemlich verliebt. Da hatten die von Management wohl recht gehabt.

Welche Einflüsse bringen Jen und Raphi in eure Musik?

Erstmal fehlt da noch unser Produzent Chriz Falk, der ja Produzenten-Like maßgeblich in Sachen Sound am Start ist und es wunderbar geschafft hat, mit uns einen eigenen Sound zu finden, ohne die „Kante“, die unsere Mukke immer haben sollte, zu verlieren. Jen und Raphi, die sich ja hauptsächlich mit Text und Arrangement befassen, haben uns wirklich viele neue Ideentürchen aufgemacht und vor allem auch nen frischen Blick auf unsere Ideen, bei denen wir schon nen Tunnelblick hatten, gegeben.

Textlich bezeichne ich die beiden darüber hinaus gern (liebevoll) als mein „Scheiße-Radar“. Jeder deutsche Texter, der viel schreibt wird immer auch mal Mist zu Papier bringen, das Problem ist nur, dass jeder diesen Mist sofort versteht.  Aber genau das gehört beim Texten einfach dazu und ich halte jede andere Behauptung für Quatsch. Sollte also mal eine Zeile ne mittelmäßige Kompromisslösung oder einfach nur schlecht sein, dann ist mit Jen und Raphi sichergestellt, dass man sie mit einem Charmanten „die find’ ich scheiße“ und nem Lächeln zurückbekommt. Sowas ist unfassbar wertvoll, also Ehrlichkeit. Und wenn man dann doch mal an den Punkt kommt, dass man mit einem Song nicht weiterweiß oder sogar verzweifelt, gibt’s einen ganz großen Pfeffi von Jen und ganz viel Liebe von Raphi.

Die erste Single über das neue Label – was fühlt sich anders an als bei „Du bist schön“ oder der „Tagträumer EP“?

Ganz ehrlich? Es fühlt sich exakt wie vorher an. Man glaubt immer, dass man einem mit nen Deal alles abgenommen wird und plötzlich Geld vom Himmel regnet oder alles ganz einfach geht. Aber das ist nicht der Fall und das wird auch nie so sein. Um voranzukommen muss man sich immer selbst bewegen und das haben wir schon immer getan und werden wir auch weiter tun. Mega schön fühlt sich allerdings an, dass wir mit Downbeat einen Partner gefunden haben, den wir sehr feiern und respektieren und trotz Deal haben wir alle Freiheiten uns künstlerisch auszuleben. Das war uns mega wichtig. Einzige wirkliche Änderung… es gibt feste Deadlines. (lachen)

Wie geht es 2019 bei euch nach der Single weiter? Ist eine EP oder vielleicht sogar ein Debütalbum geplant?

Soviel sei gesagt, „Ich kann’s nicht mehr hören“ wird ganz sicher nicht der einzige Song sein, den wir in 2019 releasen.

Für die Show verlosen wir zudem 2×2 Tickets. Schickt uns einfach bis zum 13. Februar um 23:59 Uhr eine Mail an mak@hb-people.de und gebt bitte den vollständigen Namen der Person an, die mit dem Vermerk „+1“ auf der Gästeliste stehen soll. Die Gewinner werden von uns per E-Mail benachrichtigt. Viel Erfolg!


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