KAOS im Tower Musikclub

Am vergangenen Freitag haben Blackout Problems und ihr Support Bloodhype den Tower Musikclub zerlegt.

Blackout Problems (c) Jörg Kröger

Bremen. Freitagabend, kurz vor acht. Bloodhype aus Berlin betreten die Bühne des Towers. Davor versammelt sich ein überwiegend sehr junges Publikum, welches gespannt auf den Sound der Hauptstädter und natürlich auf den von Blackout Problems wartet. Noch ist das Publikum gut verteilt und es macht den Anschein als seien ordentlich Tickets über den Tisch geflattert. Doch zurück zur Band. Bloodhype machen eindringlichen und cleanen Indierock.  Man würde Ihnen sowohl vom Auftreten als auch von der Musik abnehmen, dass sie aus England stammen. Auch beim Publikum findet ihre Musik Anklang. So ist es kein Problem als ihr Sänger die Gitarre aus Versehen zerlegt und kurzfristig einen Song lang auf sie verzichten muss. In ihrem gut 20minütigen Set spielen sie neben den Songs ihrer EP „Wolves“ auch weitere Stücke. Auch, wenn die Band im Anschluss weitestgehend aufgrund ihres Schlagzeugers (Ist das nicht der Drummer von… – ja, genau. Aber fragt gerne Google.) Aufmerksamkeit auf sich zog, kann man auf weitere Songs der Band gespannt sein.

Eine Stunde nach Spielbeginn von Bloodhype starten Blackout Problems ihre Show. Der Raum verdunkelt sich, die Nebelmaschinen werden angeschmissen und es ertönt Chorgesang. “How are you doing” ist nicht nur Opener auf ihrem neuen Album „KAOS“ (VÖ: 15.06.2018) sondern eröffnet auch die Bühnenshow der vier Münchner. Nach einigen Zeilen springt Sänger Mario Radetzky kurzerhand ins Publikum und performt direkt in der Menge weiter. Die Fans freut die Nähe natürlich, gerade die jüngeren Mädchen sind begeistert. Die Pause zwischen erstem und zweitem Song nutzt er, um zurück auf die Bühne zu gehen. Nach seinem kurzen Abstecher zu den Fans bemerkt er, dass da noch was geht und fordert die Bremer auf alle einen großen Schritt nach vorne zu machen. Gesagt, getan. Zack, ist die Menge halbiert, dafür umso näher an der Bühne und Band. Rockig, wild und laut geht es durch ein Set, welches überwiegend Songs aus dem aktuellen Release bietet, aber auch ältere Songs kommen nicht zu kurz und so schaffen es Blackout Problems ein gut gemischtes Set zu spielen, mit dem die Fans zufrieden sind. Auch, wenn der Tower nicht ausverkauft ist, sind es gerade die ersten Reihen, die extrem für Stimmung sorgen und ausgelassen pogen und tanzen. Zwischenzeitlich merkt Radetzky noch an: „Ihr müsst nicht leise sein, es ist euer Spielplatz.“ Und startet motiviert in den nächsten Song. Es ist das fünfte Mal für die bayrischen Jungs in Bremen.

Eine Zugabe gibt es nach einer kurzen Pause und einer verdunkelten Bühne. Denn diese findet nicht auf der Bühne selbst, sondern vorne am Mischpult statt. Schnell und unbemerkt wurde ein Keyboard aufgebaut, an dem Mario Radetzky alleine den Song „Charles“ performt. Die letzte Zugabe findet dann gegen 22:10 Uhr wieder auf der Bühne statt. Mit „Rome“ kitzeln Blackout Problems nochmal alles aus sich und den Fans heraus, dass am Ende sogar zu Stagediving kommt. Ein gelungener Abend, wir freuen uns auf euren sechsten Besuch in unsere Hansestadt.

 


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