Bis zur Besinnlichkeit

Mighty Oaks haben im Hamburger Docks ein überwiegend ruhiges und gemütliches Konzert gespielt.

Foto: Jörg Kröger

Hamburg. Für die Mighty Oaks war ihr Konzert im Hamburger Docks eine Rückkehr an ihre Ursprünge. Die drei Bandmitglieder kommen aus Italien, England und den USA und kamen einst alle für ihr Studium nach Deutschland. In Hamburg trafen sie erstmals aufeinander, ehe sie nach Berlin zogen. Einige Zeit später hatten sie mit „Brother“ ihren bisher größten Hit, der auch drei Jahre nach der Veröffentlichung sofort für gute Stimmung sorgt. Auf der Tour zu ihrem neuen Album „Dreamers“ haben Mighty Oaks am Donnerstag ein angenehm schönes Konzert im Docks gespielt.

Vorher dürfen Giant Rooks eine halbe Stunde auf der großen Bühne des Hamburger Clubs stehen. Die junge Band aus Hamm macht Art-Pop mit vielen Einflüssen und einer bemerkenswerten Spielfreude. Ihre Songs zeugen vom großen Talent der fünf Bandmitglieder an ihren Instrumenten, von denen die Gitarre häufig hervorsticht. Der Spaß auf der Bühne färbt auf die Besucher ab, einige kennen sogar schon die Songs der aktuellen EP „New Estate“. Am 21. Februar spielen Giant Rooks auf ihrer eigenen Tour im Knust.

Mit dem Song „Storm“ ihrer frisch erschienenen, gleichnamigen EP starten anschließend Mighty Oaks ihr Set. Weiter geht es direkt mit dem radiobekannten „Raise Your Glass“ und „Seven Days“ vom Debütalbum. Für ihre Live-Auftritte hat sich die ursprünglich als Trio gegründete Folk-Band Verstärkung an den Drums geholt, für besondere Momente sorgt zudem ein Geigenspieler mit seinen Streicherklängen. Schon in der Mitte des Sets kommt der Hit „Brother“, bei dem fleißig geklatscht und gesungen wird. Die bekannten Singles heben sich während des Auftritts ab, da es die Stücke mit einem erkennbar schnelleren Tempo sind. Ein größerer Teil ist deutlich ruhiger, sodass eine gemütliche, zum Schluss sogar besinnliche Atmosphäre entsteht.

Vor dem neuen Song „The Dark“ bekommt das Publikum die emotionale Geschichte hinter dem Stück erklärt – es geht um den an Alzheimer verstorbenen Großvater des Sängers und um seine Oma, die ihren Mann immer noch bei sich spürt. Der Song wird nur von der Geige begleitet. Mit dem Radio-Hit „Be With You Always“ wird es anschließend wieder fröhlicher. Die erste Zugabe „One Shot“ wird akustisch gespielt, es folgen noch „The Great Northwest“ und „Driftwood Seat“. Für eine letzte Zugabe kommen sie sogar noch ein zweites Mal zurück auf die Bühne, bis Gitarre und Mandoline, Banjo und Tamburin für diesen Abend verstummen. Nach dem Konzert geht es hinaus aus dem Docks auf die verregnete Reeperbahn, wo direkt vor dem Eingang gerade der Weihnachtsmarkt aufgebaut wird. Ein Glühwein würde jetzt zur Stimmung passen.

 

 


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